Bonn. (PM Baskets) Ein indiskutables Schlussviertel gegen Würzburg am 12. Spieltag der easyCredit BBL sorgt für die achte Saisonniederlage der Telekom Baskets Bonn. Nach... Baskets spielen nur 33 Minuten

Xavier Pollard – © Sportfoto-Sale (MK)

Bonn. (PM Baskets) Ein indiskutables Schlussviertel gegen Würzburg am 12. Spieltag der easyCredit BBL sorgt für die achte Saisonniederlage der Telekom Baskets Bonn. Nach 33 Minuten lagen die Gastgeber bereits mit 70:60 in Front, um dann auseinanderzufallen und das Spiel in der verbliebenen Zeit mit 7:29 noch deutlich zu verlieren.

– Ungenutzte zweite Chancen: Die Baskets holten 16 Offensivrebounds, konnten diese aber nicht verwerten (40 Prozent Wurfquote)
– 7:29-Lauf im letzten Viertel: Die Baskets verspielten zum wiederholten Mal eine zweistellige Führung im Schlussabschnitt
– Zu viele Einzelaktionen: Bonn verteilte nur 11 Assists

Spielbericht

Wie schon oft in dieser Saison starteten die Baskets gut in die Partie. Josh Hagins, Xavier Pollard, Chris Babb, Strahinja Micovic und Leon Kratzer ließen den Würzburgern in den ersten vier Minuten nur zwei Punkte zu und hatten so schnell ein kleines Polster zwischen sich und die Gäste gelegt (11:2, 4. Minute). Mit zwei erfolgreichen Dreiern gingen die Baskets sogar erstmals zweistellig in Führung (17:6, 6.). Bonn verteidigte in dieser Phase weiter gut, doch die Gäste trafen einige Würfe spät in der Angriffszeit und bauten sich so Selbstvertrauen auf. Mit Freiwürfen verteidigten die Gastgeber ihre Führung zum Viertelende (28:20, 10.).

Den zweiten Spielabschnitt startete Würzburg mit zwei Dreiern und bereits nach 44 Sekunden nahm Trainer Igor Jovovic eine Auszeit (28:26, 11.). Jonas Weitzel glich per Korbleger aus, bevor Chris Babb per Distanzwurf den gegnerischen 8:0-Lauf stoppte (31:28, 12.). Beide Seiten fanden offensiv keinen Rhythmus, dadurch konnten die Baskets ihren kleinen Vorsprung noch halten (44:40, 20.).

Nach dem Seitenwechsel fing Bonn von außen Feuer und traf vier Dreier in Serie (56:49, 23.), doch dann war der Korb wie zugenagelt. Wie bereits in einigen Spielen in dieser Saison konnte Bonn nun minutenlang nicht punkten. Sechs Minuten dauerte es, bis Chris Babb mit einem And-One die Durststrecke beendete (59:54, 29.). Dass Bonn nach dem dritten Viertel noch immer führte, lag daran, dass Würzburg offensiv auch einige Chancen liegen ließ und die Baskets sich mit 15 Offensivrebounds in den ersten 30 Minuten zumindest immer wieder zweite Chancen erarbeiteten (62:56, 30.).

Nach einer erneuten zweistelligen Führung hätten die Baskets auf den ersten Sieg im neuen Jahr zusteuern können (70:60, 33.). Als Spiegelbild der aktuellen Saison agierten die Gastgeber aber nun kopflos und verspielten innerhalb von zwei Minuten ihren Vorsprung (70:70, 35.). Bis 90 Sekunden vor Schluss wehrten sich die Baskets noch gegen einen Führungswechsel, doch mit zu vielen Einzelaktionen und schwacher Verteidigung erlaubten die Hausherren den Gästen das Spiel zum ersten Mal zu drehen (77:78, 39.). Durch einen 15:0-Lauf beendete Würzburg das Spiel und gewann dank der besseren Mentalität letztlich verdient das Spiel (77:89, 40.).

Die Baskets wünschen Würzburgs Justin Sears gute Besserung, der Mitte des zweiten Viertels mit einer Knieverletzung das Spiel verlassen musste.

Stimmen zum Spiel

Igor Jovovic (Headcoach Telekom Baskets Bonn): „Ich gratuliere Würzburg und Coach Denis Wucherer zum verdienten Sieg. Es ist ein weiteres Spiel, das uns aus den Händen geglitten ist. Wir haben nur 39 Prozent in Korbnähe getroffen und haben viele einfache Würfe verworfen. Auf der anderen Seite waren mehrere Post-Ups von Tyson Ward, ein schwieriger Fade-Away von Brekkott Chapman, und Alex King, der am Ende Josh Hagins aufgepostet hat, entscheidende Szenen. Wir müssen in den entscheidenden Momenten des Spiels bessere Optionen finden, als beispielsweise ein verteidigter Dreier unseres Point Guards aus zehn Metern. Diese Niederlage war sehr bitter.“

Denis Wucherer (Headcoach Telekom Baskets Bonn): „Einerseits bin ich sehr glücklich über den Sieg, andererseits tut uns die Verletzung von Justin Sears natürlich sehr weh – ohne eine Diagnose zu kennen. Gegen eine Bonner Mannschaft, die in den letzten Wochen sehr gut gespielt hat, nach einem schwierigen ersten Viertel dann so zu gewinnen, ist sehr erfreulich. Die Art und Weise, wie wir in der zweiten Halbzeit gekämpft haben, allen voran Felix Hoffmann und Alex King, macht mich sehr stolz. In dieser Phase der Saison ist natürlich jeder Sieg, den wir holen können, sehr wichtig für uns.“

Punkteverteilung

Telekom Baskets Bonn: Pollard (4 Punkte, 5 Assists), Thompson IV (8, 10 Rebounds), Micovic (13/3 Dreier), Hagins (14/3), Babb (17/4), Lischka (0), DiLeo (9/1), Gailius (7/2), Kratzer (5), Binapfl (DNP), De Oliveira (DNP), Lukosius (DNP)

s.Oliver Würzburg: Chapman (15/1), Ward (13), Böhmer, Sears (5), Obiesie (0), Haßfurther (7/1), Albus (5/1), Koch (0), Hunt (16/2), Weitzel (6), Hoffmann (4), King (18/4)

sportstimme

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