Gummersbach. (PM VFL) Am kommenden Sonntagnachmittag, den 24. März um 16 Uhr, steht für den VfL Gummersbach gegen den Bergischen HC das bergische Derby... Bergisches Derby steigt am Sonntag in Gummersbach

Tobias Schröter und Carsten Lichtlein – © by
Jan Brueggemann, K-Media

Gummersbach. (PM VFL) Am kommenden Sonntagnachmittag, den 24. März um 16 Uhr, steht für den VfL Gummersbach gegen den Bergischen HC das bergische Derby in der SCHWALBE arena auf dem Programm.

Anlässlich des 25. Spieltags treffen zwei Mannschaften aufeinander, für die die Ausgangsposition gegensätzlicher kaum sein könnte. Während der VfL mitten im Abstiegskampf steckt, hat sich der Aufsteiger aus Wuppertal und Solingen in dieser Saison zu einer festen Bank in der oberen Tabellenhälfte etabliert. „Es ist ein Derby. Das schafft immer eine besondere Atmosphäre und hat auch manchmal besondere Gesetze“, erklärt VfL-Coach Torge Greve: „Dennoch werden wir sicherlich trotz des Heimvorteils nicht als Favorit in dieses Spiel reingehen.“

Nach der Niederlage gegen den TSV GWD Minden am vergangenen Sonntag und der unverändert brenzligen Lage im Abstiegskampf wartet der VfL weiterhin auf den ersten Sieg im Kalenderjahr 2019. „Das Ergebnis war natürlich ernüchternd“, räumt Greve ein, der auf die guten Phasen seiner Mannschaft aufbauen will: „Dort gilt es anzusetzen und das haben wir in dieser Woche auch gemacht. So werden wir auch am kommenden Wochenende wieder einen Schritt nach vorne machen.“ Insbesondere mehr Sicherheit in den Abläufen erwartet der Trainer von seinem Team. Neben taktischen Vorbereitungen stehen daher viele Einzelgespräche an der Tagesordnung. „Es geht darum, dass die Spieler verstehen, was ich von ihnen möchte und ich verstehe, was die Spieler brauchen, damit wir eine Sprache sprechen“, so Greve.

Mit dem BHC trifft der VfL auf einen Gegner, der die Liga in dieser Saison komplett aufmischt. „Sie sind Aufsteiger, aber spielen natürlich eine überragende Saison. Der BHC ist personell auf allen Positionen mehr als doppelt gut besetzt“, analysiert der VfL-Coach. Mit 25:23 Punkten belegen die Bergischen Löwen, die am vergangenen Wochenende mit 30:27 in Göppingen gewonnen haben, den siebten Tabellenplatz. „Nichtsdestotrotz gibt es eine Chance für uns“, glaubt Greve und verweist aufs Hinspiel, als sich der VfL nach einem hochdramatischen Finish mit 28:30 geschlagen geben musste. Auf Tabellenrang 16 liegend zählt für den VfL jeder Punkt. „Natürlich sind wir über dem Strich und das ist auch das, was aktuell zählt. Aber es geht nicht darum sich daran zu klammern, sondern den Blick nach vorne zu richten. Wir wollen unsere Stärken, die wir haben, einbringen“, so Greve. Für das Derby setzt er zudem wieder auf die Hilfe von den Rängen: „Schon gegen Minden haben uns die Fans wirklich super unterstützt, egal in welcher Spielphase. Das war wirklich klasse!“

Arnor Thor Gunnarson – © by Sportstimme (MK)

Löwen sind heiß aufs Derby

Solingen. (PM BHC) Ob mit dem Zug oder per Autokorso: die Fans des Bergischen HC fahren am Sonntag nach Gummersbach.

Um 16 Uhr sind die Löwen zu Gast in der Schwalbe-Arena und wollen dort ihre gute Form erneut unter Beweis stellen. Während beim BHC die Vorfreude auf das Bergische Derby präsent ist, steht der VfL Gummersbach in der DKB Handball-Bundesliga mächtig unter Druck. Die Oberbergischen benötigen dringend Punkte für den Klassenerhalt.

Die glorreichen Tage des VfL Gummersbach liegen schon ein paar Tage zurück, doch seit ein paar Saisons befindet sich der Traditionsverein regelmäßig im Abstiegskampf. In dieser Spielzeit gelangen der neuen Mannschaft der ehemaligen Löwen Moritz Preuss und Pouya Norouzi erst vier Siege und ein Unentschieden. Neun Punkte genügen derzeit noch zum rettenden 16. Platz vor der SG Bietigheim (8) und den Eulen Ludwigshafen (5). Zu Rang 15 fehlen jedoch fünf Zähler, so dass die Gummersbacher ihre Verfolger unbedingt hinter sich lassen müssen.

Damit das Vorhaben gelingt, tauschten die Oberbergischen während der kurzen Länderspielpause den Trainer aus. Denis Bahtijarevic ging, Torge Greve kam vom VfL LübeckSchwartau aus der 2. Liga. Seinen ersten Auftritt unter der Leitung des neuen Coachs verlor der VfL 20:25 gegen GWD Minden. “Wir können uns kaum auf den Gegner einstellen, weil er bestimmt etwas Neues probieren wird”, meint Sebastian Hinze. Der BHC-Coach legt daher das Augenmerk auf seine eigene Mannschaft. “In der Grundidee wollen wir so wie in Göppingen agieren.”

Dort gewann der BHC am vorigen Wochenende 30:27 – es war der erste Erfolg der Vereinsgeschichte in der Hölle Süd und ein hervorragender Auftritt. “Als Mannschaft war das ein perfektes Spiel, individuell war noch Luft nach oben”, weiß Hinze und lobt: “Im Training haben wir auch in dieser Woche sehr hart gearbeitet. Die Motivation ist riesig.” Ähnlich sei es auch vor Göppingen gewesen. “Da haben sich die Jungs auch im Ergebnis belohnt – aber vor allem sind wir genau so aufgetreten, wie wir uns das vorgenommen hatten.”

Das ist auch am Sonntagnachmittag das Ziel. “Wenn unser Gesamtpaket stimmt, sind wir ganz schwer zu schlagen”, sagt Hinze. Es gilt, Gummersbach keine einfachen Tore erzielen zu lassen und ihnen somit keine Sicherheit zu geben. Der Coach rechnet aber mit großer Gegenwehr: “Gummersbach wird alles reinwerfen.” Die Löwen arbeiten derzeit akribisch daran, auf viele der möglichen Varianten der 6:0- oder 5:1-Deckungen des Gegners Antworten parat zu haben. Dabei kann Hinze aus dem Vollen schöpfen. Bis auf Maciej Majdzinski (Kreuzbandriss) sind alle Löwen fit.

Die Vorfreude auf das Bergische Derby ist groß. “Da ist auch die Tabellenkonstellation völlig egal”, weiß der Coach. “Das ist ein Spiel, dem wir alle mit Euphorie entgegensehen.” Das gilt freilich auch für die Zuschauer. Geschäftsführer Jörg Föste rechnet mit mindestens 250 LöwenFans in der Schwalbe-Arena. Angesichts der stimmungsvollen Kulisse, die in den Duellen zwischen den beiden Clubs regelmäßig herrscht, ist die Hoffnung auf noch gewaltigeren Zuspruch groß. Schließlich ist auch die jüngste Partie beim VfL Gummersbach im Gedächtnis geblieben. Im Mai 2017 gewannen die Löwen 26:21 und schienen damit die Tür zum Klassenerhalt zu öffnen. Es kam bekanntlich anders – doch weniger als zwei Jahre später ist es nicht mehr der BHC, der einen Weg zur Rettung finden muss.

sportstimme

No comments so far.

Be first to leave comment below.

Deine E-Mail-Adresse wird nicht veröffentlicht. Erforderliche Felder sind mit * markiert.