Minden. (PM GWD) Nach insgesamt acht Jahren verlässt Christoffer „John“ Rambo GWD Minden zum Ende der Saison. Als längster aktiver Spieler im Profikader von... Christoffer Rambo kehrt zurück in seine Heimat

Minden. (PM GWD) Nach insgesamt acht Jahren verlässt Christoffer „John“ Rambo GWD Minden zum Ende der Saison. Als längster aktiver Spieler im Profikader von GWD verliert der Verein damit eine seiner prägenden Figuren.

Nun ist es offiziell: Christoffer Rambo wird im Sommer in seine norwegische Heimat zurückkehren und dort zukünftig für den Erstligisten Runar Sandefjord auflaufen. Mit „John“ geht damit der aktuell dienstälteste Spieler im GWD-Trikot von Bord.

Nach seinem Wechsel vom französischen Verein Dunkerque HBGL schnürt Rambo seit 2013 seine Schuhe für die Ostwestfalen. Der 31-jährige Rückraum Rechte spielt mit Minden mittlerweile seine siebte Erstligasaison, nur unterbrochen durch den Abstieg in die zweite Liga in 2015. Mit 40 Spielen und 197 Toren war er dabei ein Garant für den direkten Wiederaufstieg und auch im Handball- Oberhaus konnte man sich auf seinen linken Wurfarm immer verlassen. In 184 Spielen brachte er 780-mal den Ball im Netz unter. So fehlen ihm nur noch 23 Treffer, um die 1.000-Tore-Marke zu knacken. Auch in der norwegischen Nationalmannschaft konnte Rambo überzeugen. Mit 208 Toren in 93 Spielen unterstrich er einmal mehr seine enorme Wurfgewalt und nahm an den Weltmeisterschaften 2009 und 2011, sowie an den Europameisterschaften 2010, 2012 und 2014 teil. Rambo entwickelte sich zum absoluten Führungsspieler auf dem Feld und prägte die Mannschaft in den letzten Jahren nachhaltig durch seine aggressive und ballorientierte Spielweise in der Abwehr.
Neben der Platte konnte man „John“ als liebevollen Familienmensch kennenlernen. Mit seiner Frau Michelle und seinen drei Kindern fühlt er sich dem Mühlenkreis verbunden: „Unsere drei Kinder wurden hier geboren, darum wird Minden auch immer eine zweite Heimat für uns bleiben. Ich habe hier als Handballspieler die größten Schritte gemacht und bin sehr dankbar.“

Schon länger war klar, dass er mit der Einschulung seines ältesten Sohnes gerne aus familiären Gründen wieder zurück nach Norwegen ziehen würde. „Ich habe schon im Sommer zu der Mannschaft gesagt, dass dies meine letzte Saison wird. Ich habe überlegt, noch irgendwo anders zu spielen, aber Noah fängt im Herbst mit der Schule an und ich hätte dann alleine dieses Abenteuer bestreiten müssen.“ Den Plan, zurück nach Skandinavien zu gehen, setzt er nun in die Tat um und wechselt mit Ende seines auslaufenden Vertrages zu seinem Heimatverein Runar Sandefjord in die erste norwegische Liga. „Mein alter Klub ist mit einem für mich sehr guten Angebot über drei Jahre auf mich zugekommen, so dass ich eine gute Perspektive für meine Zukunft habe. So war es die beste Option. Ich bin darüber sehr froh, freue mich auf die neue Herausforderung und möchte dem Verein helfen, in der norwegischen Liga wieder eine Top-Mannschaft zu werden. Ich habe noch viel Bock auf Handball und will noch viele Jahre spielen.“

„Mit Christoffer verlieren wir einen echten Typen. In seiner Zeit bei uns hat er sich von einer reinen Wurfmaschine zum Haupt-Assistgeber und guten Abwehrspieler mit „Steal“-Qualitäten entwickelt. Er hat unser Spiel wie kein Zweiter in den vergangenen Jahren geprägt und die Verantwortung als Haupttorschütze nicht als Belastung, sondern als Herausforderung und Motivation begriffen. John war immer da, wenn er gebraucht wurde“, lobt Frank von Behren. „Wir wünschen ihm alles erdenklich Gute und viel Erfolg für die kommende Zeit bei Runar Sandefjord. GWD bedankt sich für sieben intensive und erfolgreiche Jahre. So oder so wird er immer ein prägendes Gesicht für den Verein und ein Teil unserer GWD-Familie bleiben“, sagt Mindens Geschäftsführer Sport.

sportstimme

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