Solingen. (PM BHC) Einen klaren Start-Ziel-Sieg legten die Bergischen Löwen gegen die Eulen Ludwigshafen hin. Bis die Bundesliga-Partie entschieden war, leisteten sich die Gastgeber... Das souveränste Heimspiel des Jahres

Linus Arnesson (BHC) – © Sportfoto-Sale (MK)

Solingen. (PM BHC) Einen klaren Start-Ziel-Sieg legten die Bergischen Löwen gegen die Eulen Ludwigshafen hin.

Bis die Bundesliga-Partie entschieden war, leisteten sich die Gastgeber nur eine ganz kurze Phase, in der sich im Angriff ein paar Fehler summierten. Die Deckung agierte beim ungefährdeten 28:19 (14:8) sogar über die komplette Distanz stark.

Dass Tomas Mrkva an seine starke Vorstellung bei Frisch Auf! Göppingen anknüpfen würde, deutete er schon im ersten Angriff des Tages an. Der BHC-Torhüter entschärfte den Abschluss von Jannek Klein. Sein hohes Level hielt Mrkva über die kompletten 60 Minuten. Letztlich brachte es der Keeper auf elf Paraden bei einem gehaltenen Siebenmeter und einer Fangquote von fast 38 Prozent. Doch nicht nur die letzte Linie der Defensive funktionierte, auch die 6:0-Abwehr dominierte das Geschehen von Anfang an. Max Darj und Tom Kare Nikolaisen bildeten erneut das Zentrum, das für die Eulen kaum zu knacken war. Darj agierte stark wie immer, und Nikolaisen wird in diesen Tagen ein immer besserer Ersatz für Csaba Szücs, der zwar dosiert einsatzbereit gewesen wäre, weiterhin aber noch angeschlagen ist.

Da sich die Löwen gerade in den ersten Minuten offensiv kaum Fehler erlaubten und nicht nur durch Spielmacher Linus Arnesson eine hohe Angriffseffizienz gegen die 5:1-Abwehrvariante der Gäste erreichten, war die frühe 6:1-Führung zwar überraschend, aber folgerichtig. Bis zum 11:5 in der 18. Minute lief es aus Bergischer Sicht wie am Schnürchen. Erst danach kam die Truppe kurzfristig ein wenig ins Stocken, als vier Angriffe in Folge nicht von Erfolg gekrönt waren. Da die Bergischen in dieser Phase auch nur zwei Gegentreffer kassierten, blieben die siebeneinhalb torlosen Minuten nur ein kleines statistisches Manko. Arnor Gunnarsson beendete die Durststrecke mit einem entschlossenen Abschluss von außen.

Der Rest war Formsache. Konzentriert bauten die Löwen ihren Vorsprung bis zur Pause wieder aus. Arnor Gunnarsson traf nach einem geblockten Ball von Tom Kare Nikolaisen mit der Halbzeitsirene sogar noch zum 14:8 ins leere Tor der Eulen. Nach Wiederanpfiff schaffte der BHC durch zwei Treffer von Arnesson sowie je einen von David Schmidt, Fabian Gutbrod, Yannick Fraatz und Max Darj einen 6:0-Lauf, der einen 21:10-Vorsprung und die frühzeitige Entscheidung einbrachte.

BHC-Coach Sebastian Hinze hatte nun die Gelegenheit, personell ein wenig zu rotieren. Zudem kam Kreisläufer Tom Bergner im Innenblock zum Einsatz. Die Löwen verteidigten bis zum Schluss gallig und brachten einen klaren Erfolg ins Ziel. Durch das 28:19 im souveränsten Heimspiel des Jahres sind die Bergischen seit drei Spielen ungeschlagen und haben ihr Punktekonto in der LIQUI-MOLY HBL auf 12:12 ausgeglichen.

Löwengebrüll – die Stimmen zum Spiel
Benjamin Matschke:
„Für unsere jungen Spieler ist es teilweise viel, was los ist. Da werden Fallen gestellt, wir werfen zu schnell oder fabrizieren technische Fehler. Das beste Beispiel sind für mich die 17 Sekunden vor der Pause, die wir in eigenem Ballbesitz ausspielen wollten, dann werfen wir aber viel zu früh und kassieren sogar noch ein Gegentor in den leeren Kasten. Wir sind in einem Prozess.“

Sebastian Hinze: „Wir haben geschafft, was wir uns vorgenommen haben. Wir haben eine sehr kompakte Abwehr gestellt, dabei die Kreuzungen des Gegners überragend weggenommen. Dabei hatten wir ein hohes Engagement, eine gute Beinarbeit und über das gesamte Spiel einen guten Torwart. Vorne hat mir nur ganz kurz die Überzeugung gefehlt, als wir nicht getroffen haben, danach machen wir es aber wieder überragend. Was wir im Angriff gespielt haben, häufig über das 2:2 mit unserem Kreisläufer zu gehen, und dann zu schießen, wenn kein Verteidiger kommt, war einfach, aber sehr effektiv. Ich bin auch mit dem Engagement in den letzten sieben, acht Minuten sehr, sehr zufrieden. Da hat man gesehen, dass jeder, auch alle die reinkommen, Bock auf Abwehr haben. Da kann man dann auch Fehler vorne verzeihen, denn beim BHC ist immer die Abwehr Trumpf.“

Jörg Föste: „Wir haben über ganz weite Strecken geradezu perfekt Deckung gespielt, und die Torausbeute vorne war auch in Ordnung. Die Spielsteuerung war gegen die 5:1-Deckung des Gegners überragend. Wir haben den vorgezogenen Scholz immer in die Halbposition bekommen und dadurch gute Schusssituation gehabt. Es war ein Start-Ziel-Sieg, was will man mehr? Es ist ein schönes Gefühl, auch, weil wir dadurch in der Lage waren, komplett durchzuwechseln. Das ist in diesen Tagen, in denen wir eine hohe Frequenz haben, sicher auch sehr wichtig.“

Bergischer HC – Eulen Ludwigshafen 28:19 (14:8)
Bergischer HC: Rudeck, Mrkva – Boomhouwer, Damm, Gutbrod (2), Stutzke (3), Arnesson (5), Babak (1), Szücs, Darj (3), Nikolaisen (1), Bergner, Schmidt (5), Majdzinski (1), Gunnarsson (6/4), Fraatz (1/1). Trainer: Sebastian Hinze
Eulen Ludwigshafen: Tomovski, Skof Hoblaj – Dietrich (1), Scholz (1), Haider (1), Falk (1), Durak (3/3), Bührer, Mappes (3), Wagner (2), Meddeb (3), Neuhaus (3/1), Valiullin (1), Gorpishin, Klein. Trainer: Benjamin Matschke
Schiedsrichter: Colin Hartmann und Stefan Schneider
Siebenmeter: 5/5 – 4/5 Zeitstrafen: 4 – 4 (Majdzinski, Bergner (2), Nikolaisen – Mappes, Wagner (2), Klein)
Spielverlauf: 3:1 (5.), 6:2 (10.), 8:3 (15.), 11:5 (20.), 11:6 (25.), 14:8 (30.), 15:10 (35.), 19:10 (40.), 22:12 (45.), 25:15 (50.), 27:15 (55.), 28:19 (60.)

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