Iserlohn. (MK) Enttäuschte Gesichter am Iserlohner Seilersee. Gegen die Fischtown Pinguins kassierten die Roosters mit 3:5 ihre dritte Heimniederlage in Folge. Bremerhaven störte... Dritte Heimpleite in Folge für die Roosters! Trainer Jamie Bartman: “Bin sehr enttäuscht”

 

Iserlohn. (MK) Enttäuschte Gesichter am Iserlohner Seilersee. Gegen die Fischtown Pinguins kassierten die Roosters mit 3:5 ihre dritte Heimniederlage in Folge.

Bremerhaven störte den Iserlohner Spielaufbau oftmals mit zwei sehr hoch agierenden Stürmern, wogegen die Roosters im gesamten Spiel kein echtes Rezept fanden. Türöffner für die Gäste waren allerdings wieder einmal individuelle und kaum noch erklärbare Fehler. Vor dem 0:1 ließ sich Verteidiger Dylan Yeo im Stile eines Schülerspielers den Puck vor dem eigenen Tor abluchsen. Mike Hoeffel sagte nach nur 62 Sekunden zum ersten Mal Dankeschön. In der fünften Spielminute dann der nächste „Bock“ in der Iserlohner Rückwärtsbewegung. Jon Matsumoto hakte Mark Zengerle, beim Versuch zu klären legte er den Puck für Hoeffel auf, der sich nicht lumpen ließ und zum 0:2 einnetzte. Die Roosters standen danach erst einmal sichtlich unter Schock. Dennoch fanden sie noch vor der Pause einen Weg zurück ins Spiel. Tony Camara umkurvte energisch das Tor von Tomas Pöpperle und legte damit mustergültig für Louie Caporussos 1:2 Anschlusstreffer auf.

Lean Bergmann und Will Weber- © by Sportstimme (JB)

Im Mitteldrittel zogen die Referees den Videobeweis zu Rate, um Lean Bergmanns Ausgleichtreffer (23.) als korrekt erzielt anzuerkennen. Alles wieder offen, aber wieder schlugen die Männer von Gästetrainer Thomas Popiesch zu. Die von Jon Matsumotos hoch springende Scheibe bugsierte Carson McMillan aus der Luft zum 2:3 ins Netz. Und es kam noch besser für die Norddeutschen. Abermals Carson McMillan traf in der 30. Minute zum 2:4. Der alte Abstand war damit wieder hergestellt. Sehenswert der 3:4 Anschlusstreffer (34.) der Roosters durch Travis Turnbull, der im Slot schnell abschloss.

Bremerhavens Neuzugang Fedor Kolupaylo gelang in der 48. Minute das 3:5. Einen Abpraller nahm er direkt vor dem Tor auf und netzte ein. Die Entscheidung im Spiel und dennoch gab es noch einmal große Aufregung. Unschön, überhart und völlig unnötig checkte Bremerhavens Will Weber gegen den Kopf von Travis Turnbull. Iserlohns Shootingstar Lean Bergmann knöpfte sich den Übeltäter dann unter dem Jubel der Anhänger auch gleich mal vor. Für beide war die Partie dann auch beendet.

Bei den Fans machte sich nach der dritten Heimpleite in Folge Frust breit. „Wir wollen Euch kämpfen sehen“, skandierten einige Anhänger. Die Fülle an individuellen Fehlern zieht sich nun allerdings schon seit Monaten wie ein roter Faden durch die Iserlohner Saison. Und somit scheint es weniger eine Frage des Willens und der Einstellung, sondern der individuellen Qualität einzelner Spieler im Defensivverhalten zu sein.

Positiv an diesem „gebrauchten Abend“ waren aus Iserlohner Sicht lediglich die Ergebnisse der direkten Konkurrenten, die ihre Spiele auch verloren. Der Abstand zu Platz zehn bleibt mit drei Punkten unverändert. All zu häufig wird die Konkurrenz sicherlich nicht mehr mitspielen.

Die Fischtown Pinguins hingegen bleiben als Tabellenfünfter weiterhin „dick im Geschäft“ im Kampf um die direkte Playoff-Qualifikation.

Schon am morgigen Samstag treten die Roosters die Reise zum letzten Auswärtsmatch vor Weihnachten in Schwenningen an. Ob es dann zu Veränderungen im Kader kommt, ließ Trainer Jamie Bartman am Freitagabend noch offen. Denkbar ist, dass mit Torwart Sebastian Dahm und dem zuletzt überzähligen Evan Trupp zwei frische Kräfte in den Kader rücken.

Jamie Bartman über den nächsten Gegner, die Schwenninger Wild Wings (20.12.2018)

Titelfoto: Lean Bergmann und Will Weber- © by Sportstimme (JB)

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