Hagen. (PM Phoenix) Am Samstagabend zeigten dezimierte Feuervögel zwei Gesichter: Phoenix Hagen verlor nach einer schwachen ersten und einer starken zweiten Halbzeit am Ende... Eine gute Halbzeit reicht nicht – Phoenix verliert gegen Jena

Bauchlandung für Jermaine Bishop und Phoenix Hagen gegen Jena – © Sportfoto-Sale (MK)

Hagen. (PM Phoenix) Am Samstagabend zeigten dezimierte Feuervögel zwei Gesichter: Phoenix Hagen verlor nach einer schwachen ersten und einer starken zweiten Halbzeit am Ende gegen die favorisierten Gäste aus Jena mit 75:96.

Vor dem Tipp-Off hatte Phoenix allerdings schlechte Nachrichten präsentieren müssen: Neben Javon Baumann, der immer noch ausfällt, mussten die Gastgeber auch auf Cameron Delaney verzichten.
Der Shooting Guard hatte sich am Dienstag in Kirchheim kurz vor Ende der Partie das linke Handgelenk geprellt, dürfte aber beim kommenden Auswärtsspiel in Trier wieder mit von der Partie sein.

Trotz der dünnen Personaldecke begann die erste Halbzeit aus Phoenix-Sicht gut: Mit schönen Low- Post-Aktionen von Zach Haney gelang es den Gastgebern bis zur 7. Minute, das Spiel offenzuhalten (14:14). Dafür sorgte aber auch eine (bis dahin) konzentrierte und aggressive Defense – den Fehler aus Kirchheim, als die Feuervögel früh einem Rückstand hinterherlaufen mussten, wollten die Hagener nicht wiederholen.

Was sich mit dem Dreier von Jenas Julius Wolf zum Ende des ersten Viertels bereits andeutete, setzte sich im zweiten Durchgang allerdings nahtlos fort: Wolf drehte auf – und das Team von Headcoach Chris Harris kam ein ums andere Mal den entscheidenden Schritt zu spät, um den agilen Power Forward aufzuhalten. 5 (!) Dreier in Serie brachte Jenas Topscorer an diesem Tag ins Ziel. Der fünfte davon markierte das 37:23 aus Gästesicht. Den absoluten Fehlstart ins zweite Viertel beendete erst in der 15. Minute Jermaine Bishop per Layup zum 23:41. Wenn die Hagener in diesem Abschnitt auch nur 14 Punkte erzielten und offensiv eine zu geringe Variabilität boten, zeigte sich Coach Chris Harris in dieser Phase vor allem mit der Defense seines Teams nicht einverstanden: „Zu diesem Zeitpunkt ist das Spiel für uns aus dem Ruder gelaufen – das ärgert mich. Keiner hat sich aufgeopfert, um den Ball zu stoppen, obwohl wir erst wenige Teamfouls hatten. Die Pick´n Roll-Defense haben wir völlig vermasselt. Und dann auf der Gegenseite als Antwort einen Wurf im 1-gegen-1 zu nehmen, ist der absolut falsche Ansatz. Auch in dieser Phase hätten wir unser Spiel weiter konzentriert spielen müssen.“

Wie das funktionieren kann, zeigte Phoenix in der zweiten Hälfte. Mit aggressiver und enger Defense provozierten die Gastgeber bei ihrem Gegner einen Fehler nach dem anderen – und endlich vielen auch mal die Dreipunktewürfe, von denen aber insgesamt viel zu wenige das Ziel fanden (9/32, 28 Prozent). Und das mutige Auftreten der Hagener setzte sich auch im Schlussviertel fort, in dem Jannik Lodders per krachendem Dunk nach eigenem Steal zum 62:77 (32.) verkürzen konnte, nachdem Jena zwischenzeitlich mit 26 Punkten geführt hatte (35:61, 22. Minute). Die von Science-City-Coach Frank Menz geforderte Auszeit führte in den verbleibenden acht Minuten dann aber zu einer konzentrierten Leistung der Gäste, bei denen vor allem Kasey Hill (16 Punkte, 9 Assists) seine Leader- Qualitäten unter Beweis stellte. Die Thüringer ließen nichts mehr anbrennen und verließen verdientermaßen als Sieger das Parkett.

Phoenix-Headcoach Chris Harris: „Die Defensive in der ersten Halbzeit war eine Katastrophe. In der Halbzeit habe ich an die Ehre der Spieler appelliert, sich hier nicht noch eine 30-Punkte-Niederlage erlauben zu dürfen. Unser Spiel hat in der zweiten Hälfte dann besser funktioniert, auch wenn Jena sicher schon ein wenig aufs Bremspedal getreten hat. Die Ansätze waren aber endlich da: auf den Boden schmeißen, ins Boxout reingehen, so muss das sein. Wie wir in der ersten Halbzeit aufgetreten sind, so dürfen wir uns nicht präsentieren.“

Vor der Partie war es in der derzeit ohnehin stillen Krollmann Arena noch stiller geworden, als beide Teams dem am Donnerstag verstorbenen Heinz-Werner Schmunz gedachten. Schmunz war Mitglied der Meistermannschaft des SSV Hagen von 1974 und Gründer des Unified-Teams, das wegweisend behinderte und nicht-behinderte Spieler zusammenbrachte. Die Teams widmeten der Legende des Hagener Basketballs vor dem Spiel eine Gedenkminute.

Scoring Phoenix Hagen: Jermaine Bishop 12, Kyron Cartwright 4, Paul Giese 6, Emil Loch 3, Zachary Haney 19, Daniel Zdravevski 10, Jannik Lodders 7, Dominik Spohr 5, Joel Aminu 9

Am Sonntag, 17. Januar, steht das nächste Spiel für die Feuervögel an: Um 17 Uhr ist Phoenix dann bei den Gladiators in Trier zu Gast.

Fotostrecke zum Spiel

Phoenix Hagen - Science City Jena (09.01.2021)
Basketball Pro A Hagen - Science City Jena
© Sportfoto-Sale (MK)
« von 24 »

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