Frankfurt a.M. (MK) Seit Jahren hegt man in Frankfurt den Wunsch nach einer neuen Multifunktionsarena. In den letzten Monaten war reichlich... Frankfurt und der lang gehegte Traum von einer Multifunktionsarena
Frankfurts Eishalle ist schon lange nicht mehr zeitgemäß - © by K-Media-Sports (JS)

Frankfurts Eishalle ist schon lange nicht mehr zeitgemäß – © by K-Media-Sports (JS)

Frankfurt a.M. (MK) Seit Jahren hegt man in Frankfurt den Wunsch nach einer neuen Multifunktionsarena. In den letzten Monaten war reichlich Bewegung in das Thema gekommen.

Als Bebauungsfläche hatten die Frankfurter das Kaiserlei in Offenbach, direkt auf der Stadtgrenze zwischen Frankfurt und Offenbach ausgeguckt. Der „Deal“ zwischen den beiden Städten sah vor, dass einem möglichen Investor das Grundstück kostenlos zur Verfügung gestellt werden soll. Offenbach sollte Frankfurt das rund 20.000 qm große Grundstück überlassen und die Stadt Frankfurt unterstützte den Umbau des Kaiserlei-Kreisels mit 8,5 Millionen Euro. Soweit, so gut oder eben nun auch nicht mehr gut. Nach den hessischen Kommunalwahlen strebt die neue Offenbacher Stadtregierung den Bau der neuen Multifunktionshalle nicht mehr an. Ende des Monats soll es nun einen runden Tisch mit allen Beteiligten geben. Ende offen.

Und dabei waren die so lang gehegten Wünsche nach der neuen Halle weit gediehen. Auf die Ausschreibung der Stadt Frankfurt hatten die beiden Investoren Lagardere Sports (besitzt 50 % an der Stadion-Gesellschaft der Frankfurter WM-Arena und vermarktet u.a. diverse Fußballklubs und Stadionrechte) und die Anschütz Entertainment Group (AEG) aus Los Angeles (Auch Betreiber der Mercedes Benz Arena in Berlin und der Barclaycard Arena in Hamburg) ihren Hut in den Ring geworfen.

Wer von den beiden Investoren den Zuschlag erhält soll die neue Halle errichten und betreiben. Ins Auge gefasst wurden als Mieter in Sachen Sport die Löwen Frankfurt aus der DEL2, die in der schon lange nicht mehr zeitgemäßen alten Eissporthalle am Ratsweg spielen, und die erstklassigen Basketballer der Skyliners. Sie absolvieren ihre Heimspiele in der Fraport-Arena (ehemals Ballsporthalle) mit einem Fassungsvermögen von 5000 Zuschauern. Dazu sollen Konzerte und Shows die neue rund 13.000 Zuschauer fassende Arena füllen.

Bei Lagardere Sports hält man sich öffentlich zum Thema Arena bedeckt. Die AEG bezeichnete jüngst die neue Halle als ein Leuchtturmprojekt. Mit den Hallen in Berlin und Hamburg verfügt man neben der internationalen Erfahrung auch über Erfahrungen in Deutschland im „Hallen-Business“. Allerdings ist das Image der AEG nach dem Ausstieg als Investor des DEL-Klubs Hamburg Freezers in Deutschlands Sportwelt derzeit angekratzt.

Sollte es doch noch im Sommer zu einer Einigung zwischen den beiden Städten kommen, so könnte die neue Halle frühestens 2019 nach drei Jahren Bauzeit in Betrieb gehen. Kommt es zu keiner Einigung, so soll es einen nicht näher benannten Plan B der Stadt Frankfurt geben. Der dürfte allerdings weitere Zeit in Anspruch nehmen und den Frankfurter Traum von einer eishockeytauglichen Multifunktionsarena in weitere Ferne rücken lassen.

sportstimme

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