Gummersbach: Vertragsverlängerung mit Puhle perfekt – Schmerzliche Niederlage gegen Wetzlar Gummersbach: Vertragsverlängerung mit Puhle perfekt – Schmerzliche Niederlage gegen Wetzlar
Gummersbach. (PM VFL) Torhüter Matthias Puhle bleibt auch über die Saison 2018/19 heraus der Mann zwischen den Pfosten des VfL Gummersbach.... Gummersbach: Vertragsverlängerung mit Puhle perfekt – Schmerzliche Niederlage gegen Wetzlar

Gummersbach. (PM VFL) Torhüter Matthias Puhle bleibt auch über die Saison 2018/19 heraus der Mann zwischen den Pfosten des VfL Gummersbach.

Der Verein und Puhle einigten sich darauf den zum Saisonende auslaufenden Vertrag vorzeitig um zwei Jahre zu verlängern. „Mit Matze konnten wir einen absoluten Teamplayer an den Verein binden, der sich in den letzten Jahren immer in den Dienst der Mannschaft gestellt hat“, freut sich VfL-Geschäftsführer Christoph Schindler über die Erweiterung des Kontrakts von Puhle.

Der gebürtige Duisburger kam im Februar 2014 aus Balingen ins Oberbergische, nachdem VfL-Keeper Borko Riskovski nach Katar wechselte. Seitdem bildet Puhle mit Carsten Lichtlein das Torhütergespann der Gummersbacher. Auch außerhalb des Platzes engagiert sich der 33-Jährige im Verein. „Matze ist ein bodenständiger Typ, der beim VfL auch als Torwarttrainer tätig und dadurch auch ein absoluter Sympathieträger bei den Fans ist“, unterstreicht Schindler die Bedeutung von Puhle: „Deswegen freuen wir uns sehr, dass er auch die nächsten zwei Jahre den Weg mit uns geht.“ Auch Puhle selbst freut sich über die kommende Saison hinaus Teil des VfL zu sein und die Entwicklung des Vereins mitzugestalten. „Ich fühle mich in Gummersbach sehr wohl. Die Mannschaft entwickelt sich ständig weiter und ich freue mich ein Teil davon zu sein“, so der Torhüter.

Nervöser VfL verliert gegen Wetzlar

Der elfte Spieltag der Handball-Bundesliga hat dem VfL Gummersbach eine schmerzliche Heimniederlage verschafft. Gegen den Tabellennachbarn aus Wetzlar kamen die Gummersbacher nicht über ein 19:24 (9:15) heraus. Nach einer ersten Halbzeit zum Vergessen, in der es dem VfL nicht gelang die eigene Nervosität zu bändigen, reichte ein leichtes Aufbäumen im zweiten Durchgang nicht aus, um die Niederlage zu verhindern. Lediglich auf der Torhüterposition zeigte der VfL Normalform. So sahen die 3.518 Zuschauer in der SCHWALBE arena ein schwaches Handballspiel, in dem die Blau-Weißen von Beginn an einem Rückstand hinterherliefen und zu keiner Zeit in der Lage waren die HSG Wetzlar vor ernsthafte Probleme zu stellen.

Wie wichtig die Partie für beide Mannschaften im Vorfeld war, zeigten die Anfangsminuten, in denen beide Teams sichtlich hektisch agierten und es bis zur 6. Minute dauerte, bis Bewegung in die Anzeigentafel kam. Zunächst gingen die Gäste mit dem ersten Treffer der Partie in Führung, ehe der VfL im unmittelbaren Gegenzug durch Drago Vukovic zum 1:1 ausgleichen konnte (6. Minute). Den Wetzlarern gelang es zuerst die Nervosität ein wenig abzulegen und zwei Treffer nachzulegen, während die Gummersbacher insbesondere beim Torabschluss schwächelten. In der neunten Minute verfehlte Ivan Martinovic bereits zum dritten Mal das Tor, ehe es Alexander Becker besser machte und den VfL auf 2:3 heranbrachte (10. Minute). Der VfL schien ein wenig mehr Fahrt aufgenommen zu haben und legte eine Minute später durch Vukovic zum 3:4 nach.

In den folgenden Minuten gelang es den Oberbergischen allerdings nicht den Schwung mitzunehmen, während die Wetzlarer ihre Chancen konsequenter nutzten. In der Abwehr stand der VfL häufig nicht nah genug am Mann, während die Gummersbacher im Angriff um jedes Tor kämpfen mussten. Nach schönem Trick erzielte Pouya Norouzi das 5:8 trotz doppelter Unterzahl (16. Minute). Doch auch als in derselben Unterzahlsituation Carsten Lichtlein im Tor der Gummersbacher parierte, konnten die Blau-Weißen daraus keinen Profit schlagen. Im Angriff agierte der VfL zu harmlos, während sie in der Defensive gar keinen Zugriff zum Spiel fanden. Lediglich Vukovic setzte in der Offensive den ein oder anderen Akzent und konnte in der 20. Minute seinen vierten Treffer des Tages verbuchen (7:10).

Wetzlar übernahm immer mehr die Spielkontrolle, was auch die Umstellung auf die 5:1-Deckung in der 21. Minute nicht verhindern konnte. Nach dem 8:11 durch Baumgärtner, der in der 18. Minute für Martinovic ins Spiel kam, erzielte die HSG drei Treffer hintereinander und zog mit sechs Toren davon (8:14, 24. Minute). Auch nach der folgenden zweiten Auszeit von Trainer Denis Bahtijarevic versäumten es die Blau-Weißen Struktur ins eigene Spiel zu bringen. Den einzigen noch folgenden Gummersbacher Treffer bis zum Halbzeitpfiff konnte Eirik Köpp in der 27. Minute per Siebenmeter erzielen (9:14). Mit 9:15 ging es drei Minuten später in die Kabine.

Unmittelbar nach dem Wiederanpfiff konnte Lichtlein, der unabhängig von seinen Vorderleuten einen ordentlichen Auftritt an seinem 38. Geburtstag hinlegte, eine besondere Duftmarke setzen. In der 31. Minute parierte er gegen Maximilian Holst den 500. Siebenmeter in seiner Bundesliga-Karriere und setzte damit einen Liga-Bestwert auf. Dennoch schloss sich der Spielverlauf der zweiten Hälfte nahtlos dem im ersten Durchgang an. Nur selten konnten die Gummersbacher in der Offensive Akzente setzen. Während Marvin Sommer nach einem Steal in der 34. Minute zum 10:15 traf, lief aus dem Spiel heraus beim VfL nur wenig zusammen. Insbesondere der Rückraum war weitgehend abgemeldet. Auch Kreisläufer Moritz Preuß vergab trotz bester Wurfposition in der 36. Minute beim Stand von 10:16. Nach einem Pass quer übers Spielfeld von Lichtlein war es erneut Sommer, der in Minute 38 das 11:17 und damit das zweite VfL-Tor im zweiten Durchgang erzielte.

In der 43. Minute kam Matthias Puhle, dessen Vertragsverlängerung im Vorfeld der Partie bekannt gegeben wurde, für Lichtlein ins Spiel und setzte zwei Minuten später mit einer schönen Parade ein erstes Ausrufezeichen. Offensiv übernahm der eingewechselte Luis Villgrattner Verantwortung und netzte binnen fünf Minuten gleich drei Mal ein. Nach zwischenzeitlich acht Toren Rückstand sorgte der Youngster in der 49. Minute für den Fünf-Tore-Anschluss (15:20). Doch auch wenn Puhle dem VfL im Tor noch einmal mit insgesamt sieben gehaltenen Bällen Rückhalt bot, präsentierten sich die Gummersbacher im Angriff ungefährlich und machten es den Wetzlarern einfach ihren Vorsprung sicher über die Zeit zu bringen. Vukovic, der mit Villgrattner noch zu den Aktivposten in der Offensive gehörte, traf mit seinem sechsten Treffer zum 19:24-Endstand (59. Minute).

Für den VfL ist die Niederlage und vor allem der schwache Auftritt vor eigenem Publikum nach den stabilen Leistungen der letzten Wochen zweifelsohne ein Rückschritt. Ohne Mut im Angriff und den nötigen Biss in der Abwehr hatten die Gummersbacher gegen die Gäste der HSG Wetzlar keine Chance. Nun gilt es die Ursachen für das fehlende Selbstvertrauen der Spieler zu analysieren und entsprechende Gegenmaßnahmen zu treffen, bevor am Wochenende das nächste Nachbarschaftsduell ansteht. Das Derby gegen den Bergischen HC steigt am Sonntag, den 11. November, um 13:30 Uhr in der Wuppertaler Uni-Halle.

Trainerstimmen:

Foto: Matze Puhle – © by Sportstimme (JB)

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