Iserlohn Roosters stehen vor einem nervenaufreibenden “Sechs-Punkte-Spiel” gegen die Krefeld Pinguine Iserlohn Roosters stehen vor einem nervenaufreibenden “Sechs-Punkte-Spiel” gegen die Krefeld Pinguine
Iserlohn. (MK) Vor ihrem vielleicht wichtigsten Heimspiel in der laufenden Saison stehen die Iserlohn Roosters am Sonntag, wenn die Sauerländer den aktuellen Tabellen-Zehnten Krefeld... Iserlohn Roosters stehen vor einem nervenaufreibenden “Sechs-Punkte-Spiel” gegen die Krefeld Pinguine

Iserlohn. (MK) Vor ihrem vielleicht wichtigsten Heimspiel in der laufenden Saison stehen die Iserlohn Roosters am Sonntag, wenn die Sauerländer den aktuellen Tabellen-Zehnten Krefeld Pinguine empfangen.

Lange Zeit mutete der Fünfkampf um Playoff- Platz zehn zwischen Krefeld, Nürnberg, Iserlohn, Wolfsburg und Schwenningen wie ein Schneckenrennen an. Durch zwei knappe Heimsiege gegen die Top-Teams aus Augsburg (3:2) und Mannheim (5:4) haben die Krefeld Pinguine allerdings innerhalb von nur drei Tagen sechs wichtige Punkte eingefahren. Der Abstand zum Elften aus Nürnberg beträgt im Moment schon sieben Punkte und auf die Roosters sogar neun Punkte. Nürnberg und Iserlohn haben zwar ein Spiel weniger, weil sie aufgrund der Spengler-Cup Teilnahme der Ice Tigers ihr Spiel vom gestrigen Freitag erst Mitte Februar nachholen, aber die Krefelder können sicherlich mit breiter Brust und deutlich mehr Gelassenheit, als noch vor drei Tagen, an den Seilersee reisen.

Die Iserlohn Roosters hingegen stehen nach zuletzt vier Niederlagen in Serie gehörig unter Druck. Nach den eher mäßigen Partien gegen Bremerhaven und in Schwenningen bot man am zweiten Feiertag eine gute Leistung beim Westrivalen in Düsseldorf. Allerdings verhinderten, wie so oft in dieser Saison, zum Teil kapitale individuelle Fehler einen Punktgewinn.

Personell ist und bleibt die Lage in Iserlohn sehr angespannt. Verteidiger Christopher Fischer wird nach seiner dritten großen Strafe gesperrt fehlen. Ebenso ist der verletzte Louie Caporusso neben den Langzeitverletzten Sasa Martinovic, Mike Clarke und Kevin Schmidt noch nicht wieder an Bord. Kapitän Justin Florek wird somit wieder in der Abwehr aushelfen. Eine Aufgabe, die der Mann mit der Nummer #18 schon für einige Spiele aushilfsweise bravourös erledigt hat. Ein wenig Glück hatte Stürmer Lean Bergmann, dass seine mit einer Spieldauerstrafe geahndete Aktion gegen Düsseldorfs Marco Nowak keine längere Sperre nach sich zog. Somit stehen Cheftrainer Jamie Bartman immerhin zehn Stürmer zur Verfügung. Für Youngster Julian Lautenschlager dürfte es dadurch wieder nur zu einigen Kurzeinsätzen langen.

Offen ist noch, wem Jamie Bartman im Tor vertrauen wird. Der Finne Niko Hovinen leistete sich in Düsseldorf zuletzt einen „Riesenbock“, als er die Scheibe dem Düsseldorfer Pimm völlig übermotiviert zum zwischenzeitlichen 1:1 servierte. Sebastian Dahm stünde als Alternative zur Wahl.

Niko Tapani Hovinen – © by Sportstimme (JB)

Sicherlich kein Nachteil war für die Roosters der spielfreie Freitag, wodurch die Akkus zumindest wieder ein klein wenig aufgeladen werden konnten. Ob das kräftemäßig für die IEC-Rumpftruppe gegen die mit vier Reihen agierenden Pinguine über sechzig Minuten reicht bleibt abzuwarten.

Das Spiel gegen die Pinguine (Spielbeginn 19 Uhr) ist bereits ausverkauft. Ein ausverkauftes Haus konnten die Roosters übrigens in dieser Saison erst in zwei Heimspielen, am 23.11 gegen Köln und am 26.10. gegen die DEG, vermelden. Der Kassierer der Roosters durfte sich allerdings seit Ende November immer über eine, zum Teil sogar deutlich, „geknackte“ 4000ér Marke freuen.

Gespannt sein darf man am Sonntag auch, wie die Anhänger reagieren werden. Die letzten Ergebnisse und eine pünktlich zur Bescherung verkündete Anpassung der Dauerkartenpreise für Bestandskunden sorgten bei den treuen Fans nicht gerade für Begeisterung. Der Roosters-Minikader wird allerdings jede Unterstützung vom „siebten Mann“ gebrauchen, denn im gefühlten „Sechs-Punkte-Spiel“ gegen die Pinguine geht es sportlich um sehr viel. Mit einer Niederlage würde eine Playoff-Teilnahme zumindest vorerst in weite Ferne rücken. Verlieren ist für die Roosters also verboten. Der Druck, der auf den wenigen einsatzfähigen Spielern lastet, ist enorm.

Titelfoto: Dylan Yeo (vorne) im Hinspiel mit vollem Einsatz – © by Sportstimme (JB)

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