Bei den VfL SparkassenStars Bochum, dem Spitzenreiter der BARMER 2. Basketball Bundesliga ProB Nord, mussten sich die Iserlohn Kangaroos trotz kämpferischer Leistung mit 86:101... Kangaroos belohnen sich bei Liga-Primus Bochum nicht für ihren Aufwand

Bei den VfL SparkassenStars Bochum, dem Spitzenreiter der BARMER 2. Basketball Bundesliga ProB Nord, mussten sich die Iserlohn Kangaroos trotz kämpferischer Leistung mit 86:101 (22:29, 17:22, 26:24, 21:26) geschlagen geben. Es gibt viele positive Aspekte, die das Team von Headcoach Stephan Völkel aus der Partie beim Liga-Primus mitnehmen kann. Nur die zu vergebenden zwei Punkte, die blieben in Bochum.

Wie sehr der Sport Basketball von Läufen geprägt ist, zeigte sich in der Bochumer Rundsporthalle am Samstagabend recht deutlich. Die schnelle Führung der Gastgeber durch Johannes Joos egalisierte Tanner Graham auf Assist von Toni Prostran im Handumdrehen. Durch einen 6:0-Lauf zogen die SparkassenStars erstmals ein wenig davon (8:2, 3.). Im Gegenzug waren es die Kangaroos, die zu einem Lauf ansetzten. Neun Punkte von Alexander Möller, Toni Prostran und Joshua Dahmen drehten das Spiel und brachten die Waldstädter erstmals in Führung (11:8, 5.). Anschließend ging es hin und her. Bochum traf aus der Distanz, Tanner Graham ebenfalls (14:14, 5.). Allein diese Entwicklung zeigt, wie brutal hoch das Tempo beider Mannschaften war.

Die spektakulärsten Punkte des ersten Viertels konnte sich Alexander Möller auf die Fahnen schreiben. Er vollendete ein Lob-Anspiel von Tanner Graham mit einem krachenden Dunking (16:21, 7.). Allerdings: Die Kangaroos ließen immer wieder gute Möglichkeiten ungenutzt. Immer wieder erarbeiteten sie sich gegen die physische und kompakte Defense der Bochumer gute Aktionen am Korb – nur: belohnten sie sich nicht für ihre harte Arbeit. Ein Indiz für die Iserlohner Attacke: im ersten Viertel versuchten sie es nur vier Mal aus der Distanz.

Intensität und Tempo der Partie blieben bis zum Ende der ersten Halbzeit konstant auf Toplevel. Allerdings waren die Bochumer im Abschluss einen Hauch effizienter, was ihnen nach 20 gespielten Minuten eine Zwölf-Punkte-Führung bescherte (51:39, 20.).

Die Bochumer kamen frischer aus der Kabine, setzten sofort Akzente. Für Iserlohn hingegen wurde auch ein Monster-Dunk von Moritz Hübner über Kilian Dietz keine Initialzündung (41:57, 23.). Stattdessen traf für die Gastgeber nur wenige Augenblicke später Niklas Geske aus der Distanz zur höchsten Führung der Partie (63:42, 25.). Und nach zwei weiteren Dreiern von Lars Kamp sah es so aus, als würde Bochum einen ungefährdeten Erfolg einfahren (70:49, 26.). Aber: Die Kangaroos gaben sich nicht auf, boten dem Druck der SparkassenStars die Stirn. Mit einem 15:5-Lauf beendeten Völkels Schützlinge den dritten Abschnitt, die Führung der Gastgeber war auf zehn Zähler zusammengeschmolzen.

Das Banobre-Team strauchelte, aber fiel nicht. Zwar konnten die Iserlohner den Rückstand durch Alexander Möller zwischenzeitlich auf sechs Punkte eindampfen, der wirkliche Turnaround gelang jedoch nicht (72:78, 34.). Auch Tanner Graham verkürzte mit zwei verwandelten Freiwürfen in der Schlussphase nochmal (82:88, 27.), aber die Bochumer hatten den längeren Atem. Johannes Joos sorgte per Dunk dafür, dass das Spiel in ruhigere Fahrwasser kam – und Niklas Geske machte mit seinem Dreier zum 95:82 (39.) endgültig den Deckel drauf. Nach einem spektakulären Putback-Dunking von Johannes Joos sieben Sekunden vor Schluss (101:84, 40.), war es Kangaroos-Kapitän Joshua Dahmen, der per Korbleger die letzten Punkte des Abends erzielte.

STIMMEN ZUM SPIEL
Stephan Völkel, Headcoach Iserlohn Kangaroos:
„Insgesamt bin ich eigentlich zufrieden mit unserer Leistung. Wir haben im ersten Viertel, oder besser in der gesamten ersten Halbzeit, viele einfache Punkte liegen lassen, wo wir den Korb gut attackiert und gute Entscheidungen getroffen haben. Aber: wir konnten diese Szenen nicht finishen. Das haben wir im weiteren Verlauf dann zwischendurch besser gemacht und das Spiel enger gestalten können, es aber nicht drehen können. Sicherlich auch, weil wir Probleme hatten, dem enormen Druck der Bochumer Stand zu halten, die das sehr gut gemacht haben. Am Ende ist die Niederlage etwas zu hoch ausgefallen, acht bis zehn Punkte Differenz hätten den Spielverlauf eher widergespiegelt.“

Felix Banobre, Headcoach VfL SparkassenStars Bochum: „Ich bin wirklich sehr stolz auf mein Team. Wir haben viele Dinge ausprobiert, an denen wir unter der Woche hart gearbeitet haben. Gegen Iserlohn zu spielen, ist immer tough. Wir hatten das Spiel eigentlich unter Kontrolle, haben aber auch selbst viele Fehler gemacht und Iserlohn so immer wieder zurück ins Spiel gelassen. Am Ende bin ich froh, dass wir die Partie gewonnen haben, jetzt konzentrieren wir uns auf die Partie gegen Münster nächste Woche.“

TEAMS & PUNKTE
VfL SparkassenStars Bochum: Marco Buljevic (3/1 Dreier), Niklas Geske (19/3, 10 Assists), Noah Dickerson (6), Niklas Bilski (6/1), Lars Kamp (18/4), Miquel Servera (10), Gabriel Jung (DNP), Marius Behr (7/1), Johannes Joos (20/1), Kilian Dietz (7), Laurits Vincent Wilke (DNP), Julian Jasinski (5/1).
Iserlohn Kangaroos: Faton Jetullahi, Joshua Dahmen (9/1 Dreier, 7 Rebounds), Emanuel Francisco (DNP), Toni Prostran (18/2, 7 Assists), Moritz Hübner (14/2), Tanner Graham (17/3, 8 Rebounds), Alexander Möller (17), Jonas Buss (6), Benjamin Dizdar (DNP), Ruben Dahmen (3), Elias Marei (DNP), Moritz Schneider (2).

sportstimme

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