Münster. (ts) Die WWU Baskets haben auch das dritte und letzte Testspiel gegen einen klassentieferen Gegner aus der 1. Regionalliga West gewonnen. Das Duell... Kappenstein: „Offensiv macht es richtig Spaß mit der Mannschaft“

Münster. (ts) Die WWU Baskets haben auch das dritte und letzte Testspiel gegen einen klassentieferen Gegner aus der 1. Regionalliga West gewonnen.

Das Duell mit Kooperationspartner TuS 59 HammStars entschieden die Münsteraner mit 108:56 (57:27) am gestrigen Abend für sich. Bis zum Saisonstart am 16. Oktober 2020 trifft der ProB-Ligist in den kommenden Testpartien nun auf Teams aus der BARMER 2. Basketball Bundesliga ProA und ProB.  

Reuter nicht, Hänig erstmals dabei

Anders als noch vor Wochenfrist gegen Dorsten wurde die nicht öffentliche Partie in der Universitätssporthalle ausgetragen. Headcoach Philipp Kappenstein musste auf Neuzugang Thomas Reuter verzichten. Center Kai Hänig lief nach seiner Verletzungspause erstmals in dieser Vorbereitung in einem Testspiel auf, das temporeich begann. Die Starting Five Marck Coffin, Jan König, Malcolm Delpeche, Oliver Pahnke und Stefan Weß hatte von Beginn eine gute Intensität in der Defense und viele gute Offensivaktion. Einziges Manko zunächst: Die Trefferquote. Die Gäste, die ohne den verletzten früheren Münsteraner Publikumsliebling Konrad Tota spielten, hielten zudem zunächst sehr gut dagegen. Mit zwei Freiwürfen sorgte Jasper Günther für das 21:14 nach dem ersten Viertel.

Viele gute Offensivaktionen

Die WWU Baskets behielten die Grundlage einer äußerst intensiven Defense bei, das Team von Gästecoach Ivan Rosic konnte das physische Spiel der Uni-Städter nun nicht mehr matchen, viele gute Offensivaktionen wurden vollendet. Benni Christophel und Jasper Günther mit zwei Dreiern in Folge erhöhten auf 23 Zähler Vorsprung (46:23) bis Mitte des zweiten Viertels, bevor sich Kai Hänig leider verletzte und vorerst ausfällt, wie die heutige Untersuchung ergab. „Bei Kai sieht es im Moment gar nicht so schlimm aus wie es im ersten Moment war, er ist umgeknickt“, hoffte Philipp Kappenstein gestern Abend noch vergeblich, „dass es keine langfristige Sache ist“. Mit fünf Punkten in Folge von Helge Baues wurden beim 57:27 für die WWU Baskets die Seiten gewechselt.

Spielfreudiger Jasper Günther

Auf dem früheren Heimspielterrain bestimmte das Kappenstein-Team mit einigen schönen Offensiv-Sequenzen im dritten Viertel weiter das Geschehen. Über einen Fastbreak nach schönem Anspiel von Malcolm Delpeche vollendete Marck Coffin zum 66:29. Stefan Weß versenkte einen klasse Pass von Jasper Günther per Dreier zum zwischenzeitlichen 83:38.

Humorlos sammelten die WWU Baskets ihre Punkte mit hochprozentigen Trefferquoten auch im letzten Viertel ein. Malcolm Delpeche verarbeitete einen wilden Pass athletisch höchst anspruchsvoll zum 97:50. Benni Christophel rundete mit einem seiner drei Dreier auf 100:52. Dem vor Spielfreude nur so strotzenden Jasper Günther blieb es überlassen, das Schlussresultat von 108:52 herzustellen.

Stimmen zum Spiel

Headcoach Philipp Kappenstein: „Das war mit Sicherheit unser bisher bestes Vorbereitungsspiel, weil wir gut auf beiden Seiten gespielt haben. Wir sind jetzt mit den Gegnern aus der 1. Regionalliga durch, was auch gut ist. Ich war heute extrem zufrieden. Wir haben durch die Bank wechseln können, ohne jeden Qualitätsverlust. Wir haben das Tempo enorm hoch gehalten, defensiv vor allem auch viel besser gespielt als am Freitag gegen Dorsten. Offensiv macht es richtig Spaß mit der Mannschaft, die will den Ball bewegen, die wollen zusammenspielen. Viele einfache Punkte, sehr hohes Tempo.

Das hat mir heute richtig gut gefallen. Wir haben heute aggressiv und hart gespielt. Das war eine gute Challenge für unsere Pick and Roll Defense. Am Anfang haben wir zwar noch nicht so gut getroffen, haben die Sachen aber schon hervorragend herausgespielt, haben einfach weiter gemacht und irgendwann fallen die Bälle dann. Das war für mich heute rundum gelungen, mit dem kleinen Wermutstropfen der Verletzten. Ich hoffe mal, dass wir es nicht zu teuer bezahlt haben. Bei Kai hoffe ich mal, dass es keine langfristige Sache ist, da müssen wir auch in der Preseason sicherlich kein Risiko eingehen. Marck hat leider wieder einen Schlag auf den Oberschenkel bekommen, wo er letztes Jahr schon Probleme hatte. Da hoffe ich mal, dass es eher der Schreck ist als sonst irgendetwas. Das wäre echt ärgerlich, ansonsten super Spiel, ich bin total zufrieden. Jetzt kann das Wochenende mit harten Testes gegen Köln und dann gegen Schwelm oder BG Hagen auf jeden Fall kommen. Und da sind wir jetzt auch ready für.“

Headcoach Ivan Rosic (TuS 59 HammStars):

… zum Spiel:
Das Spiel war im Grunde genommen wie erwartet. Münster hat physisch sehr gut dominiert, was wir im Vorfeld wussten. Für mich war wichtig, dass wir in einigen Sequenzen gezeigt haben, dass wir auch da mithalten können. Dass das gegen so eine eingespielte, physische Mannschaft nicht reicht, das ist uns klar. Unsere jungen Spieler haben heute eine Menge Erfahrung gesammelt, viel gespielt. Daraus müssen wir unsere Analyse machen, um uns weiter auf die Liga vorzubereiten.“

… über die WWU Baskets: „Die WWU Baskets sind eingespielt, ein Großteil der Mannschaft ist behalten worden, mit guten Neuverpflichtungen. Ich denke mal, dass sie oben mitspielen werden. Und mit dieser Truppe ist das durchaus möglich.“

Cosmo Grühn, der während der Vorbereitung noch zwei Scheine in seinem Jurastudium in Frankfurt geschrieben hat, bevor er zum kommenden Semester an die WWU Münster wechselt: „Ich denke, die ersten zwei Testspiele haben uns auf jeden Fall gut auf heute vorbereitet. Das war bisher unser bestes Testspiel, so wie wir zusammengespielt haben und auch in der Verteidigung die Intensität gebracht haben. Mit Blick auf das Wochenende wollen wir gegen Teams, die eine Liga höher spielen auch noch einmal eine Schippe drauflegen, uns weiter verbessern. Natürlich gibt es immer Verbesserungsmöglichkeiten, aber ich denke, wir sind auf einem guten Weg.“

Malcolm Delpeche: „Der heutige Gegner Hamm hat wirklich hart gespielt, so dass wir uns sehr auf unsere Aktionen fokussieren mussten. Eines der Dinge, die Philipp eingefordert hatte, war, nachdem wir in Herten defensiv und gegen Dorsten offensiv gut gespielt haben, beide Seiten des Courts in unserem Spiel zusammenzuführen. Das haben wir heute vier Viertel lang getan. Körperlich bin ich in der besten Verfassung meines Lebens.“

Nächster Test gegen RheinStars Köln

Weiter geht es für die WWU Baskets am kommenden Samstag beim Goldschmiede Adam Cup 2020 der BG Hagen. Dann treffen sie im Halbfinale zum ersten Mal in dieser Vorbereitung auf einen direkten Liga-Konkurrenten: Gegner sind um 16.00 Uhr die RheinStars Köln (Einlass ab 15.15 Uhr). Die Anzahl der Zuschauer ist durch die Corona-Sicherheitsbestimmungen und Hygienevorschriften limitiert. Tickets sind nur im Online-Ticketshop der BG Hagen erhältlich. Eine Abendkasse wird es nicht geben.

Testspiel: WWU Baskets Münster –  TuS 59 HammStars 108:56 (21:14/57:27/88:46)

WWU Baskets:
Christophel (9), König, J. (7), Günther (19), Weß (12), König, A. (6), Baues (11), Coffin (11), Pahnke (6), Grühn (9), Delpeche (16), Hänig (2).u

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