Rollhockey: Hier Emotionen pur, dort Zweck-Hockey Rollhockey: Hier Emotionen pur, dort Zweck-Hockey
(tg) Auch am Sonntag war das Heimrecht drei Punkte wert. Während es dabei zwischen Remscheid und Iserlohn teils hoch her ging,... Rollhockey: Hier Emotionen pur, dort Zweck-Hockey

(tg) Auch am Sonntag war das Heimrecht drei Punkte wert. Während es dabei zwischen Remscheid und Iserlohn teils hoch her ging, gab es beim Aufeinandertreffen von Walsum und Darmstadt nur Magerkost.

Spiel des Tages: IGR Remscheid – ERG Iserlohn 4:3 (1:1)

Wenn Remscheid und Iserlohn aufeinandertreffen, dann ist dies stets eine hochemotionale Angelegenheit. Und auch dieses Mal brodelte es ordentlich in der Sporthalle Hackenberg…

Das negative Ende dabei lieferten die Iserlohner mit einer roten Karte für Adrian Börkei (50.), womit alle sportlichen Anstrengungen der Westfalen zunichte waren, noch einen Punkt zu erobern. Die Chancen dazu waren das ganze Spiel über da. Zwar brachte Yannick Peinke die Hausherren in der 18. Minute in Führung, doch es hätte auch genauso gut andersherum sein können, denn beide Teams lieferten sich ein enges Kopf-an-Kopf-Rennen.

Wenige Augenblicke vor der Pausensirene kochte die Volksseele dann erstmals so richtig hoch, als die Remscheider binnen Sekunden ihr neuntes und zehntes Teamfoul angekreidet bekamen, was Iserlohn einen Strafstoß einbrachte, den Timon Henke zum Ausgleich verwandelte (25.).

In den Kabinen beruhigten sich die Gemüter dann wieder, nach der Pause stand wieder der Sport im Vordergrund. Wobei nun die Iserlohner zunächst das nötige Quäntchen Glück auf ihrer Seite hatten als Timon Henke zum 2:1 abschloss (34.). Nun waren die Hausherren gefordert – und sie ließen Taten folgen: Nur vier Minuten nach dem Rückstand glich Yannick Peinke aus, zwei weitere Zeigerumdrehungen später schon Daniel Strieder zum 3:2 ein. Der IGR-Youngster war es dann auch, der kurz darauf in Überzahl (Christopher Hegener saß eine Zweiminutenstrafe ab) zum 4:2 abschloss (43.).

Entschieden war damit aber noch lange nichts, Iserlohn drängte nun seinerseits und wurde mit dem 3:4 durch Joan Salarich auch belohnt (47.). Drei Minuten verblieben also, um noch die Verlängerung zu erreichen. Die beste Chance bot sich nach dem 15. IGR-Teamfoul, doch die Westfalen konnten den fälligen Strafstoß nicht verwerten (49.). Es folgte der Platzverweis von Adrian Börkei, womit Remscheids Erfolg gesichert war.

IGR Remscheid: J. Langenohl, M. Raab; J. Dutt, F. Selbach, J. Peinke, Y. Peinke, E. Krämer, M. Richter, A. Ober, D. Strieder. – ERG Iserlohn: P. Glowka, L. Kost; P. Kirtyan, L. Silva, K. Milewski, J. Salarich, C. Hegener, Ad. Börkei, S. Pereira, T. Henke. – Schiedsrichter: L. Niestroy / M. Wittig.

Torfolge: 1:0 (18.) Y. Peinke, 1:1 (25./Direkter) T. Henke, 1:2 (34.) T. Henke, 2:2 (38.) Y. Peinke, 3:2 (40.) D. Strieder, 4:2 (43./Überzahl) D. Strieder, 4:3 (47.) J. Salarich. – Zeitstrafen: IGR 2 min (J. Langenohl/25.) – ERG 4 min (J. Salarich/20. – C. Hegener/42.) – Rote Karte: A. Börkei (50./ERG) – Teamfouls: IGR 16 – ERG 13.

RESG Walsum – RSC Darmstadt 2:0 (2:0)

Die drei Punkte landeten auf dem Walsumer Konto, wobei es den Duisburgern am Ende egal war, dass es kein glanzvoller Sieg war. Schließlich ging es im Duell mit einem direkten Tabellennachbarn darum, den bislang verkorksten Saisonstart nicht noch mehr in den Sand zu setzen – so wie es auf der anderen Seite die Hessen nun getan haben.

Die Hausherren konzentrierten sich von Beginn an auf ihre Defensivarbeit, wollten gegen die lauffreudigen Darmstädter keineswegs ins offene Messer laufen. Vielmehr drehten sie den Spieß kurzerhand um und konterten in der siebten Minute erfolgreich zum 1:0 durch Sebastian Haas.

Diese Führung wurde fortan konsequent verteidigt. Die Gäste hatten somit optisch zwar etwas mehr vom Spiel, doch die RESG-Abwehr stand felsenfest, Keeper Tobias Wahlen erledigte den Rest. Sekunden vor der Pause traf schließlich Pedro Queiros mit dem 2:0 die optimistischen Hessen ins Mark…

Von diesem herben Nackenschlag erholten sich die Gäste nie so richtig, zumal die Walsumer ihre Führung weiter souverän behaupteten. Und selbst die blaue Karte gegen ihren Schlussmann Tobias Wahlen (44.) brachte sie nicht mehr ins Wanken, da Ersatzmann Leon Brandt den fälligen Strafstoß pariert und auch die Unterzahlphase mühelos meisterte. Damit war Darmstadt der zahn endgültig gezogen, die letzten Minuten reine Formsache.

RESG Walsum: T. Wahlen, Le. Brandt; M. Vila-Gallaguet, C. Berg, J. Dobbratz, X. Berruezo, S. Haas, D. Quabeck, P. Queiros, N. Rilhas. – RSC Darmstadt: P. Leyer, M. Mensah; F. Bender, P. Cuntz, M. Behnke, A. Andrade, N. Koch, J. Rohmert. – Schiedsrichter: B. Ullrich / T. Ehlert.

Torfolge: 1:0 (7.) S. Haas, 2:0 (25.) P. Queiros. – Zeitstrafen: RESG 2 min (T. Wahlen/44.) – RSC 2 min (M. Behnke/10.) – Teamfouls: RESG 6 – RSC 3.

sportstimme

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