Roosters bringen Tabellenführer Mannheim “nur” an den Rand einer Niederlage Roosters bringen Tabellenführer Mannheim “nur” an den Rand einer Niederlage
Iserlohn. (MK) Die Adler Mannheim bleiben das Maß der Dinge in der Deutschen Eishockey Liga (DEL). Bei den heimstarken Iserlohn Roosters... Roosters bringen Tabellenführer Mannheim “nur” an den Rand einer Niederlage

Iserlohn. (MK) Die Adler Mannheim bleiben das Maß der Dinge in der Deutschen Eishockey Liga (DEL). Bei den heimstarken Iserlohn Roosters gelang gestern Abend mit dem 3:2 (1:1, 0:0, 2:1)-Erfolg der siebte Sieg in Serie.

Im Iserlohner Hexenkessel begannen die Adler druckvoll. Der Finne Tommi Huhtala vergab in der temporeichen Anfangsphase zunächst die beste Adlerchance (4.). Dann legte Iserlohn vor. Akdags Strafe nutzten die Hausherren zum 1:0-Führungstreffer durch Camara in der 6. Minute. Der Treffer beflügelte Iserlohn, aber Endras im Adlertor behielt mehrmals die Übersicht. Der starke Huhtala (11.) nutzte einen Kurzpass von Lehtivuori zum haltbaren 1:1-Ausgleich. Plachta und Wolf (beide 16.) vergaben in Überzahl die erstmalige Führung für das Team von Pavel Gross. Der junge Eisenschmid verzog kurz vor der Pause ebenfalls freistehend.

Ausgerechnet Ex-Adler Fischer hätte zu Beginn des zweiten Drittels (21.) fast den nächsten Iserlohner Treffer markiert, traf aber nur den Pfosten. Auf der anderen Seite verzog Reul für die Adler knapp. In der Folgezeit neutralisierten sich beide Teams. Kink scheiterte freistehend (28.) an Iserlohns starkem Keeper Dahm, Adler-Goalie Endras rettete einen Moment später gegen den heranstürmenden Trupp ebenfalls prächtig. Bis zur zweiten Pause hielt Mannheim die Roosters in zwei Unterzahlspielen gut in Schach. Der Spielstand von 1:1 entsprach nach 40 Minuten den Kräfteverhältnissen.

Eishockey, DEL, Iserlohn, Iserlohn Roosters vs. Adler Mannheim
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Direkt nach Wiederbeginn rettete Keeper Endras noch in Unterzahl in höchster Not gegen Matsumoto. Auf der Gegenseite scheiterte Lehtivuori an Iserlohns Goalie Dahm. Besser machte es dann, ebenfalls in Unterzahl, Huhtala (43), der aus dem Gewühl heraus das 2:1 markierte. Iserlohns Antwort folgte vier Minuten später mit dem 2:2-Ausgleich durch Fischer. Kampfbetont und aggressiv führten beide Teams das Match fort. Akdag tauschte beispielsweise „handfeste Argumente“ mit Iserlohns Torjäger Camara aus. Im Powerplay (57.) fand Adam die Lücke zur Mannheimer 3:2 Führung. Kinks Hinausstellung überstanden die Kurpfälzer unbeschadet und auch in der hitzigen Schlussminute bewahrten sie kühlen Kopf. Der Sieg war damit perfekt.

Ihr letztes Spiel vor der Länderspielpause bestreiten die Mannheimer morgen in der heimischen SAP-Arena gegen Augsburg. Natürlich soll auch dann die Serie halten.

Die Iserlohn Roosters reisen dann mit rund 700 Fans im Rücken nach Nürnberg. Trainer Rob Daum freut sich auf den “Auswärtssupport”, war direkt nach dem Spiel auf der Pressekonferenz aber zunächst sichtlich angefressen. Möglicherweise kommt in Nürnberg Niko Hovinen zu seinem zweiten Einsatz im Iserlohner Tor. Trainer Rob Daum sah sich im “Nachgang” zur Pressekonferenz in seiner bereits am Mittwoch geäußerten Fehleranalyse zu den letzten Niederlagen (wir berichteten) auch an diesem Abend bestätigt. Sollte Hovinen zum Einsatz kommen, darf man gespannt sein, welchen dann überzähligen Importspieler der Bannstrahl des Trainers auf die Tribüne zum Zuschauen befördern wird. Nicht mehr unterstützen wird die Roosters der bisherige Torwarttrainer Chrapala.
Erstes Bully ist in Nürnberg um 16:30 Uhr.

So spielten sie
Iserlohn Roosters:
Dahm – Fischer, Yeo; Martinovic, Todd, Ellerby, Schmidt; Orendorz – Camara, Weidner, Caporusso; Florek, Matsumoto, Friedrich; Bergmann, Trupp, Turnbull; Smotherman, Clarke, Dmitriev
Adler Mannheim: Endras – Akdag, Mikkelson; Seider, Lehtivuori; Larkin, Katic; Reul – Eisenschmid, Smith, Huhtala; Plachta, Desjardins, Wolf; Kolarik, Festerling, Adam; Hungerecker, Kink, Krämmer
Tore: 1:0 Smotherman (Matsumoto) 05:36, 1:1 Huhtala (Lehtivuori) 10:49, 1:2 Huhtala (Akdag) 42:21, 2:2 Fischer (Weidner) 46:22, 2:3 Adam (Smith) 56:41 – Strafminuten: 16 – 18 – Beste Spieler: Dahm, Matsumoto, Fischer – Huhtala, Lehtivuori, Endras – Zuschauer: 4608 – Schiedsrichter: Bauer (Nürnberg)/Rohatsch (Lindau).

Die Trainerstimmen zum Spiel

Foto: Zweikampf zwischen Anthony Camara und Sinan Akdag – © by Sportstimme (JB)

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