Mannheim / Solingen. (PM BHC) Der Bergische HC zeigt bei den Rhein-Neckar Löwen eine achtbare Leistung, schafft es aber nicht, sich eine echte Siegchance... BHC: Das Optimum verfehlt

Fabian Gutbrod – © Sportfoto-Sale (MK)

Mannheim / Solingen. (PM BHC) Der Bergische HC zeigt bei den Rhein-Neckar Löwen eine achtbare Leistung, schafft es aber nicht, sich eine echte Siegchance zu erarbeiten.

Zu effektiv präsentieren sich die Mannheimer in der Deckung, zu viele kleine Fehler leisten sich die Gäste. So gerät der 30:24 (16:12)-Erfolg für den Favoriten in der LIQUI MOLY HBL nicht in Gefahr.

Die ersten 20 Minuten deutete der BHC im Löwenduell jedoch sein Potenzial an. Gleich den ersten Angriff entschärfte Torhüter Tomas Mrkva. Der Gegenstoß-Pass landete in den Händen von Arnor Gunnarsson, der souverän zum 1:0 verwandelte. Chancen, wie diese, hatten die vermeintlich kleinen Löwen noch weitere, nicht immer lief es aber so reibungslos. Die Bälle gingen beim Konter verloren, was in dieser Phase klarere Vorsprünge verhinderte. Bis zum 6:5 legten stets die Gäste vor, doch Zwei-Tore-Führungen verpassten sie.

Fabian Gutbrod drehte zu Beginn mit mehreren sogenannten einfachen Toren aus dem Rückraum auf, doch Anspiele an den Kreis bekamen die Rhein-Neckar Löwen mehr und mehr in den Griff. Bis zum 8:8 hielt der BHC das Geschehen auch durch zwei schöne Tore von Linus Arnesson offen, doch in der Folge leistete sich die Mannschaft ein paar Fehler zu viel, um dran zu bleiben. Die Hausherren in der SAP-Arena nutzten die Nachlässigkeiten brutal aus und kamen so zu einem Vier-Tore-Vorsprung, den sie nicht mehr aus der Hand gaben.

Daran änderte auch der gute BHC-Start in die zweite Hälfte nichts. Gutbrod ließ es zwar noch ein paar Mal krachen und schraubte seine persönliche Bilanz auf starke sieben Tore hinauf, doch die RNL-Deckung ließ insgesamt sehr wenig zu. Wenn das Tempospiel der Gastgeber ins Rollen kam, war es nicht zu stoppen. So war die Begegnung deutlich vor dem Schlusspfiff bereits entschieden.
Der Bergische HC aber spielte konzentriert zu Ende. Yannick Fraatz bekam Rechtsaußen Einsatzzeit und trug sich noch zwei Mal in die Torschützenliste ein. Lukas Stutzke wurde in der Schlussphase für Gutbrod eingesetzt und legte einen weiteren Distanztreffer nach. Zum Nachdenken konnte die Truppe die Gastgeber in der mit 6057 Zuschauern gefüllten SAP-Arena allerdings nicht mehr bekommen. Dafür wäre eine Leistung am Optimum über 60 Minuten nötig gewesen – die erreichte der BHC nicht.

Löwengebrüll – die Stimmen zum Spiel

Sebastian Hinze: “Es war ein verdienter Sieg. Vier Tore plus in der ersten Halbzeit und zwei Tore plus in der zweiten gehen so in Ordnung. Es ist ein Stück weit enttäuschend, weil wir uns ein bisschen mehr vorgenommen haben, aber wir müssen es trotzdem einordnen. Wir sind nicht hierhin gefahren mit der Idee, dass wir auf jeden Fall die Rhein-Neckar Löwen schlagen. Wir sind sehr, sehr gut ins Spiel gekommen bis zu der Phase, in der bei den Rhein-Neckar Löwen Romain Lagarde und Jannik Kohlbacher kamen. Vorher haben wir leider schon zwei erweiterte Erste-Welle-Konter wieder weggegeben, durch die wir uns etwas Vorsprung hätten erspielen können. Das ist schade, weil man dann gesehen hat, dass wir uns im Spiel im Angriff sehr schwertun. Die Rhein-Neckar Löwen haben das sehr gut verteidigt. Wir hatten kaum Aktionen über die Kreisläufer, haben in Isolation wenig Zweikämpfe gewonnen, so dass wir mit unserem System nicht so gut zurecht kamen. Dafür hatten wir mit Fabian Gutbrod einen Spieler mit RückraumGefahr. Er hat uns sehr geholfen. Wir sind aber in zu viele Gegenstöße gelaufen, als wir dann die Fehler gemacht haben. Das darf uns nicht passieren. In die zweite Hälfte starten wir gut, haben eine gute Körpersprache, kriegen aber immer wieder auch aus dem erweiterten Konter viele Tore. So sind wir nicht wirklich rangekommen, haben auch mal einen Freien vergeben. In der Summe hätte viel für uns laufen müssen – das ist es einfach nicht. Wir müssen jetzt gucken, welche Dinge wir bis Sonntag verbessern können. Wir haben nicht am Optimum gespielt, das hätten wir tun müssen, um die Punkte zu kämpfen. Trotzdem haben wir viele Dinge gesehen, die uns zuversichtlich machen für die Zukunft.“
Kristjan Andresson: “Danke an die Zuschauer und für die gute Stimmung. Wir sind sehr glücklich mit den beiden Punkten, da der Bergische HC eine sehr gute Vorbereitung gespielt hat und auch in den ersten beiden Saisonspielen sehr stark war. Ich war bereit für ein hartes Spiel, und das war es für uns auch. Wir haben uns Mitte der ersten Halbzeit Vorteile erarbeitet, als wir in den Gegenstoß kamen und der BHC ein paar technische Fehler gemacht hat. Natürlich haben wir Dinge zu verbessern, aber wir haben in der zweiten Hälfte die Kontrolle über das Spiel. Am Ende sind es zwei Punkte für uns – das ist das Wichtigste.”

Rhein-Neckar Löwen – Bergischer HC 30:24 (16:12)
Rhein-Neckar Löwen: Appelgren, Palicka – Schmid (3), Gensheimer (9/4), Kirkelokke (5), Lagarde (3), Tollbring, Abutovic, Mensah Larsen, Fäth (1), Groetzki (2), Guardiola, Petersson, Nielsen (2), Ganz, Kohlbacher (5).
Trainer: Kristjan Andresson
Bergischer HC: Rudeck, Mrkva – Boomhouwer (2), Damm, Gutbrod (7), Stutzke (1), Arnesson (3), Babak, Szücs (2), Darj (1), Petrovsky, Baena, Nippes (1), Johansson, Gunnarsson (4/2), Fraatz (3).
Trainer: Sebastian Hinze
Schiedsrichter: Colin Hartmann und Stefan Schneider
Siebenmeter: 4/4 – 2/4
Zeitstrafen: 3- 2 (Kirkelokke, Lagarde, Nielsen – Gutbrod, Petrovsky)
Spielverlauf: 2:3 (5.), 4:5 (10.), 5:5 (15.), 9:8 (20.), 13:9 (25.), 16:12 (30.), 20:16 (35.), 22:17 (40.), 24:19 (45.), 25:21 (50.), 28:21 (55.), 30:24 (60.)

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