Wuppertal. (PM BHC) Die Bergischen Löwen präsentierten sich im Vergleich zum Auswärtsspiel in Hannover gegen den THW Kiel deutlich verbessert. Nach einer gerade im... BHC: Großer Kampf gegen Kiel

Patrick Wiencek (mitte, THW) fest im Griff von Max Darj und Christian Nippes – ©Sportfoto-Sale (MK)

Wuppertal. (PM BHC) Die Bergischen Löwen präsentierten sich im Vergleich zum Auswärtsspiel in Hannover gegen den THW Kiel deutlich verbessert.

Nach einer gerade im Angriff sehr starken ersten Halbzeit ging es gegen den Topfavoriten sogar mit 17:17 in die Pause. Zum Schluss hatten die Bergischen in der LIQUI MOLY HBL aber knapp das Nachsehen. Die Gäste gewannen mit all ihrer individuellen Qualität 34:29.

Den optimalen Start in die Begegnung erwischten jedoch die Löwen. Die Kieler taten sich schwer gegen die 6:0-Deckung und scheiterten dazu mehrere Male an Christopher Rudeck im Gehäuse. Auf der anderen Seite des Feldes hatten die Bergischen aus dem Rückraum eine hohe Effizienz. Den Anfang machte Kristian Nippes. Linus Arnesson, Csaba Szücs und noch mal Arnesson legten nach. Zwei Kracher von Fabian Gutbrod brachten die Hausherren mit 6:3 in Front. Viel besser hätten die ersten zehn Minuten kaum laufen können.

Es war keine Überraschung, dass es gegen den hoch favorisierten Gegner so nicht weiterging. Einen Fehlpass bestraften die Kieler zum Beispiel sofort. Auch eine Überzahlsituation nutzten die Zebras eiskalt aus. Max Darj musste für zwei Minuten runter: Die Gäste gewannen die Phase 3:1. Von Rückschlägen ließ sich der BHC allerdings nicht beeindrucken. Die Partie kippte weder beim 8:8 noch 13:13 zu Kieler Gunsten.

Gegen die offensive THW-Abwehr mit Domagoj Duvnjak auf der Spitze fanden die Löwen guten Lösungen. So hatte Jeffrey Boomhouwer im späteren Verlauf der ersten Halbzeit seine beste Phase, als der Niederländer sechs seiner insgesamt acht Treffer erzielte. Über ihn räumte der BHC, der in diesen Minuten mit Csaba Szücs und Rafael Baena als Doppel-Kreis agierte, gerne ab. Doch auch Szücs und Baena trafen oder holten Siebenmeter heraus, die Boomhouwer dann versenkte. Der 17:17-Pausenstand sorgte bei 2928 in der ausverkauften Wuppertaler Unihalle für große Hoffnung auf die ersten BHC-Punkte der Clubgeschichte gegen Kiel.

Der Weg jedoch war noch weit. Und die Löwen konnten das Level nach Wiederanpfiff nicht ganz halten. Sie setzten zwar immer wieder Duftmarken, wie zum Beispiel durch Max Darj, der drei der ersten vier Tore der zweiten Hälfte markierte, doch das 21:21 durch den Schweden nach schönem Gegenstoß war der letzte Ausgleich der Partie. Nach 40 Minuten auf Augenhöhe zog der THW davon. Die Löwen trafen nicht mehr so konstant und hatten in der Abwehr auch große Mühe, die übermächtigen Kieler zu stoppen.

Zwar setzte sich auch die hohe individuelle Qualität der Gäste – angeführt von Domagoj Duvnjak – durch, doch auch eine erneute Umstellung der THW-Abwehr machte den Löwen zu schaffen. Die Norddeutschen verstanden es, die sich bietenden Vorteile umgehend auszunutzen. Eine freie Parade von Niklas Landin setzte das Tempospiel sofort in Gang. Mehrere Male hatte der BHC noch die Chance, vielleicht noch mal in die Nähe einer Überraschung zu kommen, doch das entscheidende Quäntchen Glück fehlte in diesen Situationen ebenfalls. Trotzdem: Der BHC stemmte sich gegen die Niederlage, musste aber anerkennen, dass der THW auch im 13. Bundesliga-Aufeinandertreffen noch eine etwas zu hohe Hürde darstellte.

Löwengebrüll – die Stimmen zum Spiel

Bergischer HC – THW Kiel 29:34 (17:17)
Bergischer HC: Rudeck, Mrkva – Boomhouwer (8/1), Damm, Gutbrod (4), Stutzke, Weck, Arnesson (2), Babak (1), Szücs (2), Darj (3), Baena (1), Nippes (2), Johansson (3), Gunnarsson (3/1), Fraatz. Trainer: Sebastian Hinze
THW Kiel: Landin Jacobsen, Quenstedt – Duvnjak (8), Reinkind, Jacobsen (1), Kristjansson (1), Weinhold (3), Wiencek (2), Ekberg (6/3), Rahmel (1), Dahmke, Zarabec, Horak, Bilyk (6), Pekeler (3), Nilsson (3). Trainer: Filip Jicha

Schiedsrichter: Marcus Helbig und Lars Geipel

Siebenmeter: 2/3 – 3/4

Zeitstrafen: 4 – 2 (Darj(2), Johannsson, Szücs – Jacobsen, Weinhold)

Spielverlauf: 2:1 (5.), 6:3 (10.), 8:8 (15.), 11:10 (20.), 14:15 (25.), 17:17 (30.), 18:20 (35.), 21:22 (40.), 23:26 (45.), 25:29 (50.), 27:31 (55.), 29:34 (60.)

Fotostrecke zum Spiel

DKB Handball Bundesliga
Niclas Ekberg (THW)© K-Media-Sports / Sportfoto-Sale
« 1 von 19 »

sportstimme

No comments so far.

Be first to leave comment below.

Deine E-Mail-Adresse wird nicht veröffentlicht. Erforderliche Felder sind mit * markiert.