Solingen. (PM BHC) Bei der SG Flensburg-Handewitt beendete der Bergische HC seine Nordreise mit einer klaren 22:29 (8:15)-Niederlage. Die Gäste hatten von Anfang an... BHC: Keine Chance in Flensburg

Tomas Mrkva (BHC) – © Sportfoto-Sale (MK)

Solingen. (PM BHC) Bei der SG Flensburg-Handewitt beendete der Bergische HC seine Nordreise mit einer klaren 22:29 (8:15)-Niederlage.

Die Gäste hatten von Anfang an große Probleme, gegen die Deckung des Bundesliga-Tabellenführers zum Torerfolg zu kommen und liefen schnell einem Rückstand von sieben Treffern hinterher, den sie bis zum Schluss nicht mehr aufholen konnten.

Gerade aus dem Rückraum war von Beginn an Sand im Getriebe. Der erste Abschluss flog weit über das Tor, der zweite war sichere Beute für Benjamin Buric, der bis zur 20. Minute heiß lief und seine Fangquote zwischenzeitlich auf 77 Prozent brachte. Zehn Minuten vor der Pause, als BHC-Trainer Sebastian Hinze bereits seine zweite Auszeit nahm, hatten die Gäste gerade einmal zwei Treffer erzielt. Max Darj hatte vom Kreis versenkt, Jeffrey Boomhouwer von der Außenposition. Da half auch die zu Beginn couragierte Deckungsleistung nicht, um beim Topfavoriten mitzuhalten. Der scheiterte zwar auch das eine oder andere Mal an Tomas Mrkva oder kam gar nicht erst zu einem guten Wurf, führte aber dennoch deutlich mit 9:2.

Diesen Sieben-Tore-Vorsprung hielten die Flensburger bis zur Halbzeitpause, auch wenn Hinze in dieser Phase auf den siebten Feldspieler setzte und damit deutlich mehr offensiven Erfolg hatte. Linus Arnesson, Max Darj, Jeffrey Boomhouwer, Arnor Gunnarsson von der Sieben-Meter-Linie und Kristian Nippes sorgte dafür, dass die Bergischen zumindest mit acht eigenen Toren in die Kabine gingen.

Da die Flensburger zu diesem Zeitpunkt bereits 15 auf ihrem Konto hatten, deutete nicht mehr viel auf eine Chance für die Löwen hin. Die hatten sie auch nicht. Doch zumindest gelangen der Mannschaft einige erfolgreiche Phasen. Beim 11:20-Rückstand legten die Bergischen einen 5:2-Lauf durch Arnesson, Gunnarsson, Boomhouwer und zwei Mal Stutzke hin. Zudem setzte sich Renars Uscins in der Schlussphase noch ein paar Mal sehenswert durch und erzielte drei Treffer. Die Flensburger hingegen verwalteten ihren Vorsprung effektiv und ließen nicht im Geringsten noch einmal Spannung aufkommen. Nach dem 22:16 sorgten Johannes Golla und Mads Mensah Larsen schnell wieder für klare Verhältnisse.

Löwengebrüll – die Stimmen zum Spiel

Sebastian Hinze: „Das war ein völlig verdienter Sieg für Flensburg. Wir sind gar nicht so schlecht reingekommen, haben defensiv gute Zweikämpfe geführt und waren auch von der Stimmung her da. Aber das hat leider nicht so lange angehalten, weil wir im Positionsangriff große Probleme hatten. Uns fehlte dann auch immer mehr die Überzeugung, und das ist das, was Flensburg will. Wenn man das dann nach zehn Minuten auch noch in die Abwehr mitträgt, reicht das nicht, um hier auf Augenhöhe mitzuspielen. In der zweiten Halbzeit haben wir es besser gemacht. Aber das ist auch das Mindeste, das wir auf die Platte bringen müssen. Das Spiel war in der Pause verloren, so realistisch sind wir. Wir wollten zeigen, dass wir die zweite Hälfte noch für uns nutzen können. Das war eine schwierige Situation, und die Jungs haben das ganz ordentlich gemacht. Aber über die erste Halbzeit müssen wir sprechen und daraus lernen.“

Maik Machulla: „Wir haben heute ganz viel richtig gemacht. Wir wussten, zu was für einer Leistung der BHC imstande ist. Wir haben sehr leidenschaftlich verteidigt und Würfe erzwungen. Benjamin Buric hat eine starke Leistung erzielt und sich im Vergleich zum Spiel in Essen gesteigert. Schnell haben wir 9:2 geführt, so dass wir Sicherheit und Ruhe hatten. Wir haben es über 60 Minuten geschafft, den Druck hochzuhalten. Der BHC kam dann noch mal zurück, und wir haben noch mal etwas Druck bekommen, aber wir haben uns auch aus der Phase gut befreit, weil wir vorne den Kopf hoch hatten und auch getroffen haben.“

Jörg Föste: „Zwei Tore in 18 Versuchen aus dem Rückraum in der ersten Hälfte – damit ist alles gesagt. Chancen auf einen Punktgewinn haben wir daher bereits früh eingebüßt. Unter dem Strich war das eine in jeder Hinsicht verdiente Niederlage.“

SG Flensburg-Handewitt – Bergischer HC 29:22 (15:8) SG Flensburg-Handewitt: Buric, Bergerud – Golla (5), Hald (2), Svan, Wanne (8/1), Jondal, Steinhauser (1), Mensah (6), Sogard, Gottfridsson (6), Holpert, Petersson, Rod (1). Trainer: Maik Machulla Bergischer HC: Rudeck, Mrkva – Boomhouwer (3), Schmitz, Stutzke (3), Weck, Fontaine, Arnesson (5), Darj (4), Bergner, Leppich, Schmidt, Uscins (3), Nippes (1), Gunnarsson (3/3), Thomas. Trainer: Sebastian Hinze Schiedsrichter: Sebastian Grobe und Adrian Kinzel Siebenmeter: 1/2 – 3/3 Zeitstrafen: 2 – 4 (Steinhauser, Rod – Weck, Nippes, Stutzke, Fontaine) Spielverlauf: 1:0 (5.), 4:1 (10.), 7:2 (15.), 9:2 (20.), 12:5 (25.), 15:8 (30.), 17:9 (35.), 20:12 (40.), 23:16 (45.), 25:17 (50.), 27:20 (55.), 29:22 (60.)

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