Solingen. (PM BHC) Zum Abschluss der Hinrunde in der LIQUI-MOLY HBL setzte der Bergische HC gegen den TBV Lemgo Lippe ein weiteres Ausrufezeichen. Mit... Das nächste Glanzlicht

Fabian Gutbrod – © Sportfoto-Sale (MK)

Solingen. (PM BHC) Zum Abschluss der Hinrunde in der LIQUI-MOLY HBL setzte der Bergische HC gegen den TBV Lemgo Lippe ein weiteres Ausrufezeichen.

Mit 33:26 (16:12) bezwangen die Löwen den Gegner aus dem Lipperland und lieferten dabei eine sehr stabile und souveräne Leistung ab. Bis auf wenige Phasen waren die Bergischen dem Kontrahenten, gegen den es in der Vergangenheit fast ausschließlich extrem umkämpfte Partien gegeben hatte, überlegen.

Garant zum Sieg war ein Mal mehr die Deckungsleistung. Die Abwehr – über weite Strecken mit Max Darj und Tom Kare Nikolaisen im Zentrum – funktionierte gegen Lemgo 60 Minuten lang. Die Gäste mühten sich im Positionsangriff fast über die gesamte Spielzeit, um zu guten Abschlüssen zu kommen. Gut funktionierte hingegen das Lemgoer Konterspiel in den ersten Minuten. Torhüter Peter Johannesson hielt ein paar Bälle und leitete Gegenstöße ein, die seine Mannschaft auf der anderen Seite konsequent nutzte.

Das Problem lösten die Bergischen aber recht zügig. Mit Ausnahme der Anfangsphase leisteten sie sich kaum noch Ballverluste und kamen gleichzeitig fast immer in den geordneten Abschluss. Schnelle Lemgoer Angriffe gehörten in der Folge bis auf wenige Ausnahmen der Vergangenheit an, womit die Hausherren in der Unihalle die Weichen bereits in Richtung Sieg stellten. Nach 18 Minuten führte der BHC nach Treffern von Fabian Gutbrod, David Schmidt oder Max Darj zum ersten Mal mit drei Toren Unterschied (10:7). Nach einem gehaltenen Siebenmeter von Christopher Rudeck, erhöhte Tom Kare Nikolaisen sogar weiter.

Als Trainer Sebastian Hinze David Schmidt im rechten Rückraum eine Pause gab, sprang wie schon vorige Woche gegen Balingen Renars Uscins ein. Diesmal erzielte der 18-Jährige sogar seine ersten beiden Bundesliga-Tore. Beim 12:8 erkannte der Zugang, dass die Deckung passiv blieb, stieg hoch und zog präzise ab; beim 14:9 sah er die Lücke in der Abwehr und stieß erfolgreich hinein. In dieser Phase überragten die Löwen auf beiden Seiten des Feldes. Tomas Babaks eroberter Ball in der Abwehr zeugte von schier unglaublicher Aufmerksamkeit und Dynamik.

Zwar gelangen Lemgo vor und nach der Halbzeitpause auch zwei, drei bessere kurze Phasen, um auf zwei Treffer zu verkürzen, doch ins Schwimmen geriet der BHC nicht. Zu stabil agierte die Abwehr, zu schnell gelangen auch offensiv wieder gute Aktionen. So nutzten die Bergischen die einzige Überzahl der gesamten Partie zu zwei beruhigenden Treffern: Arnor Gunnarsson verwerte einen Siebenmeter, den Darj herausgeholt hatte, und warf wenige Sekunden später den Ball nach einer Eroberung fast über das gesamte Feld ins leere Gehäuse.

Nachdem Schmidt mit drei Rückraumtreffern einen offensiven Zwischenspurt eingelegt hatte, ergab sich die Gelegenheit, ins verwaiste Tor zu treffen, noch drei weitere Male. Die Gäste hatten es mit dem siebten Feldspieler probiert – und scheiterten. So erzielte Christopher Rudeck sein zweites Saisontor nach einer Parade, und Sebastian Damm sagte bei zwei Gegenstößen „Danke“. Mit dem 27:20 war die Entscheidung gefallen. Gutbrod und Nikolaisen wechselten sich beim Tore werfen ab, ehe Linus Arnesson mit einem seiner berüchtigten Sprungwürfe aus dem Stand einen der schönsten Treffer des Nachmittags zum 33:26 markierte und damit nicht nur seine eigene gute Vorstellung krönte.

Löwengebrüll – die Stimmen zum Spiel
Florian Kehrmann:
„Ich hatte mir ein schönes, knappes Spiel gewünscht. Leider haben wir es dann nur in der ersten Viertelstunde geschafft, dagegen zu halten. Beim 7:7 war plötzlich ein Bruch drin. Da haben wir drei ganz einfache Tore von Gutbrod bekommen, vorne zwei, drei Freie weggeworfen und dem BHC damit die Sicherheit gegeben. Der BHC hat dann immer das Tempo bestimmen können. In der zweiten Halbzeit sind wir nochmal auf drei Tore dran, bei Sieben-gegen-Sechs machen wir aber drei, vier völlige Katastrophen-Fehler. Der BHC war sehr konzentriert, daher hatten wir keine Chance mehr. Entscheidend war auch, dass Rudeck diese Klasse besser war als unsere beiden Torhüter. Er hat ein paar ganz freie Würfe weggenommen. Der BHC ist sehr stabil zurzeit. Eigentlich hatten wir keine Chance.“

Sebastian Hinze: „In der Anfangsphase profitieren wir sicher auch von ein, zwei technischen Fehlern, durch die wir dann die Sicherheit bekommen. Das nutzen wir dann aus, und haben bis auf eine kurze Phase immer diese Sicherheit im Spiel. Obwohl wir dann kurz nicht gut in den Abschluss kommen, den Kreis nicht finden, gehen wir mit plus vier in die Pause. In der zweiten Halbzeit sind wir die ganze Zeit vorne und gewinnen verdient. Aber natürlich ist Lemgo immer gefährlich, spielt sehr diszipliniert. Das Sieben-gegen-Sechs haben wir dann erst gelöst bekommen, als wir die Seiten der Halbverteidiger mit Lukas Stutzke und Linus Arnesson getauscht haben. Linus hat das klasse gemacht, vorher hatten wir dort auf der Seite sehr große Probleme.“

Jörg Föste: „Heute war es souverän bis begeisternd. Dieses Spiel hat mich von A bis Z überzeugt. Das war eine super Leistung unserer Mannschaft. Wir haben – auch wenn man es ganz nüchtern betrachtet ohne Emotionen – Lemgo nicht den Hauch einer Chance gelassen. Die Mannschaft hat überragend gedeckt. Der Innenblock mit Max Darj und Tom Kare Nikolaisen hat herausragend funktioniert. Darüber hinaus hatten wir einen Spieler mit Linus Arnesson, der hinten wie vorne Glanzlichter gesetzt hat. Und Christopher Rudeck hat auch genau die Bälle gehalten, die wir brauchten.“

Bergischer HC – TBV Lemgo Lippe 33:26 (16:12)

Bergischer HC: Rudeck (1), Klama – Boomhouwer, Damm (3), Gutbrod (6), Stutzke, Arnesson (4), Babak (1), Szücs, Darj (4), Nikolaisen (3), Bergner, Schmidt (6), Uscins (2), Gunnarsson (3/1), Fraatz. Trainer: Sebastian Hinze

TBV Lemgo Lippe: Johannesson, Zecher – Elisson (7/2), Kogut, I. Guardiola (3), Carlsbogard (4), Schagen, Timm (1), Hangstein, Zerbe (2), G. Guardiola (3), Baijens (6), Blaauw, Oetjen, Geis (). Trainer: Florian Kehrmann

Schiedsrichter: Christian vom Dorff und Fabian vom Dorff Siebenmeter: 1/1 – 2/3 Zeitstrafen: 1 – 1 (Nikolaisen – I. Guardiola) Spielverlauf: 2:2 (5.), 4:5 (10.), 8:7 (15.), 11:7 (20.), 15:10 (25.), 16:12 (30.), 18:14 (35.), 19:16 (40.), 23:17 (45.), 24:20 (50.), 29:23 (55.), 33:26 (60.)

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