Der Bergische HC hat sich für das Achtelfinale des DHB-Pokals qualifiziert. Nach dem 35:23 (17:14) gegen Gastgeber TGS Pforzheim zum Auftakt behielten die Löwen... Ein lehrreiches Wochenende mit Achtelfinaleinzug

Christopher Rudeck – © by Sport-stimme.de

Der Bergische HC hat sich für das Achtelfinale des DHB-Pokals qualifiziert. Nach dem 35:23 (17:14) gegen Gastgeber TGS Pforzheim zum Auftakt behielten die Löwen auch in der zweiten Runde gegen den HC Elbflorenz Dresden mit 28:22 (10:11) die Oberhand.

Erneut steigerte sich das Team von Sebastian Hinze in der zweiten Halbzeit erheblich. “Ich bin mit diesem Spiel zufriedener als mit dem ersten”, sagte der Trainer.

Das lag vor allem an der guten Deckungsleistung, die der BHC von Beginn an zeigte. Der Zweitligist aus Dresden fand nur selten Mittel gegen Abwehr, die überwiegend mit Csaba Szücs und Max Darj im Zentrum agierte. Da auch Christopher Rudeck ordentlich hielt, verschaffte sich der BHC viele Ballgewinne, die jedoch auf der anderen Seite oft nicht verwertet wurden. Der ehemalige Löwen-Torhüter Mario Huhnstock glänzte mehrfach mit freien Paraden, stand aber auch bei den Rückraum-Versuchen auf dem Posten.

“Für den Kopf war das nicht leicht”, erläuterte Hinze. “Wir mussten in der Abwehr lange um den Ball kämpfen, so dass die vergebenen Versuche oder technischen Fehler natürlich umso mehr wehtaten.” Grundsätzlich jedoch funktionierte das Tempospiel auch in den ersten 30 Minuten, doch die verpatzten Chancen und die seitens der Dresdner bestraften Fehler hielten das Spiel offen. Zur Pause lagen die Löwen sogar 10:11 zurück.

In der zweiten Halbzeit gelang die Steigerung. Von außen, per Gegenstoß oder Siebenmeter zeigten vor allem Jeffrey Boomhouwer (11 Tore) und Arnor Gunnarsson (7) eine gute Effizienz. “Als wir dann einmal vorne waren, musste der Gegner auch etwas ändern”, sagte Hinze. Zuvor hatte Dresden das Tempo verschleppt und im Angriff stets lange ausgespielt. Als der Zweitligist aufholen musste, beeilte er sich entsprechend mehr – was den Löwen in die Karten spielte.

“Insgesamt war das Wochenende für uns sehr ergiebig”, fand der Coach, “weil wir gegen zwei extrem diszipliniert auftretende Gegner gespielt haben.” Den Bergischen gelang es jeweils, Lösungen zu finden, so dass sie letztlich souverän im Achtelfinale stehen. Max Darj war nach überstandenem Fieber am Sonntag im Übrigen wieder einsetzbar, Alexander Weck und Tomas Mrkva setzten aus. Letzterer musste am Samstag an der Hand genäht werden, so dass Joonas Klama spontan nach Pforzheim hinterher reiste, um als Ersatz für Torhüter Christopher Rudeck einspringen zu können. Nötig wurde dies jedoch nicht.

Auf wen die Löwen im Achtelfinale treffen, wird am Mittwoch im Rahmen des PIXUM Super-Cups im ISS Dome Düsseldorf ausgelost. Im Topf sind alle Erstligisten bis auf die HSG NordhornLingen, HBW Balingen-Weilstetten und GWD Minden. Die Ostwestfalen sind überraschend gegen Zweitligist ASV Hamm-Westfalen ausgeschieden. Dieser ist zugleich der einzige Qualifikant, der nicht aus dem Oberhaus kommt und hat in seiner Achtelfinal-Partie damit definitiv Heimrecht. Gegen jeden anderen Kontrahenten könnte das Los den BHC zu Hause spielen lassen.

Bergischer HC: Rudeck, Klama – Boomhouwer (11/5), Damm, Gutbrod (1), Stutzke, Babak (1), Arnesson, Szücs (2), Johannsson (3), Nippes, Gunnarsson (7/1), Fraatz, Darj (2), Petrovsky (1) Baena. Trainer: Sebastian Hinze.

sportstimme

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