Hagen. (PM Phoenix) Ohne das Trio Haney, Spohr und Zdravevski muss Phoenix Hagen am Freitag die Reise nach Jena antreten. Während Daniel Zdravevski weiter... Gegen Tabellenzweiten ist in Jena engagierte Teamleistung gefragt

Hagens Maschine: Jannik Lodders – © Sportfoto-Sale (MK)

Hagen. (PM Phoenix) Ohne das Trio Haney, Spohr und Zdravevski muss Phoenix Hagen am Freitag die Reise nach Jena antreten. Während Daniel Zdravevski weiter an einem Bänderriss im rechten Sprunggelenk laboriert, plagen Zachary Haney immer noch Magen-Darm-Beschwerden, während sich Dominik Spohr eine starke Erkältung eingefangen hat.

So wird auch beim Aufstiegsaspiranten Science City Jena eine engagierte Teamleistung gefragt sein. Die riefen die Feuervögel zuletzt gegen die Artland Dragons eindrucksvoll ab, bevor die Quakenbrücker – angeführt von ihrem Leader Gerel Simmons – im Schlussviertel noch eine Schippe drauflegten und am Ende eine Spur zu deutlich gewannen. Einen solchen Einbruch wie in den letzten fünf Minuten gegen die Drachen wollen die Hagener nun nicht erneut erleben, wenngleich Science City ein ganzes Arsenal an Möglichkeiten besitzt, den Gegner auf Distanz zu halten.

Beim Tabellenzweiten (10 Siege, drei Niederlagen) stechen in der Offensive vor allem Point Guard Kasey Hill (Ø 14,8 Pkt, 7,2 Ass.) und Routinier Julius Wolf (Ø 14,5 Pkt) hervor, der auch im Hinspiel beim Sieg gegen Hagen (96:75) der X-Factor war, als er fünf Dreier in Serie einnetzte und damit für einen Vorsprung seines Teams sorgte, den die Feuervögel trotz guter zweiter Halbzeit nicht wieder aufholen konnten. Nicht zu unterschätzen ist allerdings auch die Reboundstärke des 2,03 Meter großen Kraftpakets Wolf. 6,2 Boards sammelt er durchschnittlich im Spiel ein, wobei er am Brett starke Unterstützung von einem Center erhält, dessen Namen in Hagen bekannt ist: Robin Lodders, Bruder des Feuervogels Jannik, spielt eine starke Saison und kommt auf 5 Rebounds und 13,7 Punkte pro Spiel. Auf die Hagener wartet also einmal mehr ein Team mit starken Spielern, dem die Gäste mit Einsatz und Kampfgeist bis zum Schluss Paroli bieten wollen.

Phoenix-Headcoach Chris Harris: „Wir dürfen Jena nicht ins Rollen kommen lassen. Was dann passiert, hat man im zweiten Viertel des Hinspiels gesehen. Die Mannschaft ist unglaublich stark in der Transition nach Ballgewinn. Da müssen wir bereit sein und gegenhalten.“

Das Spiel in Jena wird am Samstag, 6. Februar, ab 19 Uhr live auf Sportdeutschland.TV übertragen:
https://sportdeutschland.tv/basketball/proa-science-city-jena-phoenix-hagen

Kader Phoenix Hagen vs. Science City Jena: Jermaine Bishop, Cameron Delaney, Kyron Cartwright, Paul Giese, Emil Loch, Jannik Lodders, Joel Aminu, Marcel Keßen, Javon Baumann

Erst Einbruch im Schlussviertel bringt die Entscheidung
ProA: Phoenix Hagen – Artland Dragons 67:85 (21:18, 19:19, 16:18, 11:30)

34 Minuten hielt Phoenix Hagen den Gast aus Quakenbrück auf Schlagdistanz – dann schlug Gerel Simmons zu: Der Topscorer der Dragons führte sein Team fast im Alleingang auf die Siegstraße und zerstörte mit einer bärenstarken Leistung die Hoffnung der Feuervögel, den ersten Sieg in 2021 feiern zu können.

Mit gleich drei Hiobsbotschaften musste Hagen ins Spiel gehen: Während der Ausfall von Daniel Zdravevski (Bänderriss) bereits seit Montag feststand, mussten Teamcaptain Dominik Spohr und Big Man Zach Haney kurz vor der Partie mit Erkältungssymptomen bzw. Magen-Darm-Problemen absagen. So war es umso wichtiger, dass Javon Baumann nach siebenwöchigem Ausfall erstmals wieder zum Roster der Feuervögel gehörte.

Dass sich die Gastgeber nach der enttäuschenden Leistung in Ehingen viel vorgenommen hatten, wurde schnell klar. Zwar machten die Quakenbrücker schon früh deutlich, dass ihnen an der Dreierlinie kein Millimeter Platz gelassen werden darf, aber mit Einsatzwillen und Teamspirit hielten die Gastgeber dagegen. Lohn des Ganzen: Der Buzzer von Hagens Topscorer des Tages Cameron Delaney sorgte für die 21:18-Führung nach zehn Minuten.

Und auch im zweiten Viertel blieben die Hagener trotz weiterhin starker Dreierquoten ihrer Gäste (9 von 15 nach 17 Minuten) dran. In dieser Phase waren es nicht zuletzt Joel Aminu (9 Pkt./3 Ass./8 Reb.) und der Rückkehrer Javon Baumann, die ihr Team im Spiel hielten. Dass Hagens Center aufgrund des frühen Foul-Troubles von Marcel Keßen weitaus mehr Minuten spielen musste als geplant, merkte man ihm nicht an. Mit 8 Punkten und 6 Rebounds feierte Baumann ein starkes Comeback, konnte die Wende zugunsten der Artland Dragons am Ende aber auch nicht verhindern.

Bis zur 34. Minute (59:59) hielt Phoenix die Partie offen, nachdem Jannik Lodders zum Ende des 3. Viertels ebenfalls per Buzzer noch die 56:55-Führung hergestellt hatte. Doch dann schlug die Stunde des Gerel Simmons: In zwei Minuten drehte der Quakenbrücker das Spiel fast im Alleingang. In Minute 35 stand es nach einer 9:0-Serie der Gäste plötzlich 59:68 – und Quakenbrück spielte den Sieg mit aller Routine aus und zermürbten die Hagener Gegenwehr mit einer zum Schluss erneut hohen Quote aus der Distanz. Die war am Ende zwar auch bei den Dragons nicht überragend (FG 43 %), aber besser als die der Gastgeber, die vor allem aus der Mitteldistanz viele Chancen liegen ließen.

Am Ende musste Phoenix sich deutlicher als nötig starken Gästen geschlagen geben, die jetzt mit 9 Siegen nach 14 Spielen Platz 5 der ProA-Tabelle belegen.

Phoenix-Headcoach Chris Harris: „Knackpunkt war für mich, dass schon ab dem 3. Viertel die Energie nicht mehr da war. Es häuften sich die Fehlentscheidungen. Dass wir dann am Ende mit 18 Punkten verloren haben, ist ärgerlich, aber wir haben uns in Sachen Energieleistung und Fight nichts vorzuwerfen. Das ist für uns das Minimum, das wir leisten wollen. Und Hut ab vor Javon. Er lebt Phoenix Hagen, ist ein echtes Vorbild in Sachen Einsatz. Es ist unglaublich, was er heute nach so einer langen Pause und nur einem einzigen Training geleistet hat. Aber wir müssen natürlich auch aufpassen, dass wir ihn jetzt nicht überfordern.“

Javon Baumann, Center Phoenix Hagen: „Ich bin froh, meine Mannschaft auf dem Feld wieder unterstützen zu können. Wir hatten heute natürlich eine sehr kurze Bank, haben aber ein sehr gutes
Teamplay abgeliefert und gut kommuniziert. So haben wir es Artland nicht leicht gemacht. Jetzt hoffe ich natürlich, dass Zach, Dominik und Daniel wieder möglichst schnell fit werden, damit wir wieder zusammen auf dem Feld stehen können.“

Am Samstag, 6. Februar, müssen die Feuervögel ab 19 Uhr bei Science City Jena antreten.

Scoring Phoenix Hagen: Bishop (10), Delaney (13), Cartwright (2), Giese (3), Keßen (11), Loch, Lodders (11), Aminu (9), Baumann (8)

sportstimme

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