Bob-Team freut sich nach schwieriger Nominierung auf spannendes Heimspiel im Hochsauerland Winterberg. (Bü) Bob-Bundestrainer René Spies verbrachte in den letzen Wochen einige schlaflose Nächte.... IBSF Weltcup Bob & Skeleton in Winterberg wartet am Wochenende mit vielen Top-Athleten auf

Bob-Team freut sich nach schwieriger Nominierung auf spannendes Heimspiel im Hochsauerland

Mariama Jamanka (links) und Annika Drazek – © Sportfoto-Sale (MK)

Winterberg. (Bü) Bob-Bundestrainer René Spies verbrachte in den letzen Wochen einige schlaflose Nächte. Grund war nicht der bevorstehende BMW IBSF Weltcup Bob & Skeleton presented by VELTINS von diesen Freitag bis Sonntag in seiner Heimatstadt Winterberg an sich, sondern die Situation im Team: „Die Jungen haben sich aufgedrängt und den Arrivierten Stress bereitet. Man muss alles berücksichtigen. Es sind harte Entscheidungen.“

Am Ende einer zusätzlichen Selektion, die an den beiden Tagen vor Silvester in Altenberg ausgefahren wurde, stand fest, dass in den beiden Vierer-Konkurrenzen in der VELTINS-EisArena am Freitag (14.30 Uhr) und Samstag (13.40 Uhr/zugleich Europameisterschaft) Francesco Friedrich, Nico Walther (beide Oberbärenburg) und Johannes Lochner (Stuttgart) mit ihren Crews für Deutschland antreten. Im Frauen-Zweier am Samstag (10 Uhr) sind es Mariama Jamanka (BRC Thüringen), Laura Nolte (Winterberg) und Stephanie Schneider (Oberbärenburg).

Wobei die Olympiasieger und Weltmeister Friedrich sowie Jamanka gesetzt waren. Friedrich ließ sich als der überragende Pilot der letzten Jahre von den Plätzen vier und drei in den beiden Vierer-Weltcups in Lake Placid (USA) bei der Auftakt-Pressekonferenz in den VELTINS-EisArena Lounge wie gewohnt nicht aus der Ruhe bringen: „Das sollte man nicht überbewerten. Wir haben auf der WM-Bahn von 2021 viel gelernt und wissen, was wir zu tun haben.“ Nicht nur beim Weltcup an diesem Wochenende, sondern auch bei den Weltmeisterschaften vom 17. Februar bis 1. März 2020 in Altenberg: „Das ist mein ganz großes Ziel. Eine WM auf der Heimbahn bestreitet man nur einmal in der Karriere. 2008 saß ich noch im Spurschlitten.“

Jamanka empfand die Ränge vier und fünf zum Saison-Auftakt in Amerika zwar als „nicht schön“, aber auch „nicht als Katastrophe“. Sie tritt zum ersten Mal in diesem Winter mit ihrer Top-Anschieberin Annika Drazek an. Die Gladbeckerin, die unter langwierigen Knieproblemen litt und erst seit drei Wochen schmerzfrei ist, gab zu: „Mein kleines Herz hat schon geblutet, als ich nicht dabei war. Umso mehr freue ich mich, endlich starten zu dürfen.“

Neuland betritt dagegen Laura Nolte. Sie ist die Aufsteigerin schlechthin und war nach hervorragenden Qualifikations-Ergebnissen frühzeitig für die Weltcups ab Winterberg und die WM gesetzt. Ausgerechnet auf ihrer Heimbahn bestreitet die 21-Jährige nun ihr Weltcup-Debüt und bildet dabei mit Deborah Levi einen rein Winterberger Schlitten vom heimischen BSC: „Ich wertschätze das natürlich. Doch letztlich ist es ein normales Rennen. Ich gebe alles, kann jedoch nicht hexen.“


Gute Dynamik im Team: Skeleton-Asse sind bei Frauen und Männern siegfähig

Winterberg. (Bü) Ähnlich wie Bob-Bundestrainer René Spies freute sich Kollege Dirk Matschenz über die „gute Dynamik“ in seinem Skeleton-Team vor Beginn des BMW IBSF Weltcups Bob & Skeleton presented by VELTINS. „Wir sind konkurrenz- und siegfähig und haben noch Optionen“, schilderte er nach den beiden gelungenen Weltcup-Auftritten im amerikanischen Lake Placid.

Jacqueline Lölling (RSG Hochsauerland) hatte nicht unbedingt mit den Plätzen eins und zwei im US-Bundesstaat New York gerechnet und strebt nun am Sonntag (14 Uhr) den dritten Weltcup-Sieg hintereinander in ihrem „Wohnzimmer“ an. Die Einschränkung ließ bei der Auftakt-Pressekonferenz in der VELTINS-EisArena Lounge allerdings nicht lange auf sich warten: „Es wird schwer, Elena Nikitina aus Russland hier in Winterberg, wo dem Start ja eine besondere Bedeutung zukommt, zu schlagen.“

Kollegin Tina Hermann (Königssee) fand ihr Abschneiden in Lake Placid mit den Rängen drei und sechs insgesamt „in Ordnung“, will nun jedoch im Hochsauerland und bei der WM „voll angreifen“ und als amtierende Weltmeisterin wieder um Gold mitfahren. Gesunden Optimismus verbreitete auch Sophia Griebel (Suhl). Angesichts der Positionen 14 und 15 war zuletzt noch Luft nach oben, doch sie kündigte an: „In Winterberg werden es zwei gute Läufe sein.“

Das wollen die Männer am Sonntag (10 Uhr) ebenfalls erreichen und somit untermauern, dass auch sie mit der absoluten Weltspitze mithalten können. Axel Jungk (Oberbärenburg) will das Ausrufezeichen, das er besonders mit dem Auftakterfolg setzte, wiederholen: „Ich mag die Bahn in Winterberg. Es gibt aber noch kleine gesundheitliche Baustellen. Deshalb ist die Regeneration wichtig.“ Mit Platz drei im zweiten Rennen sorgte der erst 22 Jahre alte Felix Keisinger (Königssee) für den zweiten Podestrang der deutschen Männer in Lake Placid: „Das war eine total schöne Überraschung.“ Ein Routinier ist dagegen Lokalmatador Alexander Gassner (Winterberg). Er konnte mit den Positionen vier und neun ebenfalls zufrieden sein: „Die Form passt. An meiner Achillesferse, dem Start, muss ich noch ein bisschen arbeiten.“

sportstimme

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