Julia Taubitz fährt auf Platz drei beim ersten Weltcup-Sieg der Lettin Eliza Cauce Winterberg. (Bü) Den bisher größten Erfolg ihrer Karriere feierte Eliza Cauce... Ludwig und Taubitz trotzen den widrigen Bedingungen beim Weltcup in Winterberg

Julia Taubitz fährt auf Platz drei beim ersten Weltcup-Sieg der Lettin Eliza Cauce

Johannes Ludwig, Sieger beim
Viessmann Rennrodel-Weltcup in Winterberg – © Sportfoto-Sale (JB)

Winterberg. (Bü) Den bisher größten Erfolg ihrer Karriere feierte Eliza Cauce mit dem Sieg beim VIESSMANN Rennrodel-Weltcup in Winterberg.

Die Lettin verwies in einer Gesamtzeit von 1:27,481 Minuten Tatyana Ivanova (Russland/+ 0,080 Sekunden) sowie Julia Taubitz (Oberwiesenthal/+ 0,192) auf die Plätze zwei und drei. Als Vierte des ersten Laufs in der VELTINS-EisArena verdrängte die Vize-Weltmeisterin aus Sachsen Viktoriia Demchenko (Russland/+ 0,294) im zweiten Durchgang noch von Rang drei. Auch ganz vorne fand ein Tausch der Positionen statt. Cauce wandelte einen Rückstand von zwei Hundertstelsekunden gegenüber Ivanova in einen Vorsprung von acht Hundertstel um und sorgte für den ersten Weltcup-Triumph einer Lettin überhaupt. Gute Fünfte wurde Anna Berreiter (Berchtesgaden/+ 0,352), die diesen Platz schon nach dem ersten Lauf belegte und im zweiten Durchgang sogar die viertbeste Zeit fuhr. Im Gesamt-Weltcup baute Ivanova ihren Vorsprung vor Taubitz leicht aus. Die Deutsche hat nun 27 Punkte Rückstand, würde aber im Falle eines Sieges beim Weltcup-Finale am nächsten Wochenende am Königssee an der Russin vorbeiziehen, wenn diese maximal Dritte wird.

Eliza Cauce: „Das ist mein bisher größter Erfolg. Ich freue mich sehr. Hier habe ich noch nie zwei Super-Läufe herunterbekommen.“

Johannes Ludwig feiert souveränen Sieg Auch Sebastian Bley schafft einen Podestplatz

Winterberg. (Bü) Rodel-Routinier Johannes Ludwig hat den dritten Weltcup-Wettbewerb hintereinander in der olympischen Einzeldisziplin gewonnen: Nach den Siegen in Sigulda und auf seiner Heimbahn in Oberhof entschied der 34-Jährige auch den VIESSMANN Rennrodel-Weltcup in Winterberg für sich.

In 1:52,285 Minuten jubelte er vor Kristers Aparjods (Lettland/+ 0,179 Sekunden) und Sebastian Bley (Suhl/+ 0,222). Nach dem ersten Lauf in der VELTINS-EisArena führte der Bundespolizist relativ deutlich mit 0,243 Sekunden Vorsprung. Doch im zweiten Durchgang legte er nur die fünftbeste Zeit hin. Aber das genügte. Kevin Fischnaller (Italien/+ 0,434) rutschte vom zweiten auf den sechsten Platz ab, Bley blieb Dritter während Aparjods mit Laufbestzeit einen großen Sprung nach vorne machte von Rang acht auf zwei. In der zweiten Halbzeit verbesserte sich Chris Eißler (Zwickau/+ 0,379) noch um zwei Positionen und wurde Fünfter. Dagegen büßte Max Langenhan (Friedrichroda/+ 0,511) als Siebter noch einen Platz ein, rundete jedoch das starke deutsche Abschneiden ab. Weil der Bahnzustand ihres Erachtens Anlass zu Sicherheitsbedenken gab, verzichteten die Österreicher und Amerikaner, aber auch der Olympiasieger von 2010 und 2014, Felix Loch (Berchtesgaden) sowie der frisch gekürte Doppel-Weltmeister Roman Repilov (Russland) auf einen Start.

950 Zuschauer am ersten Tag

Weltcup-Programm am Sonntag

09.05 Uhr Doppelsitzer, 1. Lauf 11.20 Uhr Doppelsitzer, 2. Lauf

13.30 Uhr Teamstaffel Anschließend Siegerehrungen Doppelsitzer und Teamstaffel in der Zielarena

Impressionen und Stimmen von Julia Taubitz und Johannes Ludwig zum Weltcup in Winterberg

Fotostrecke zum Weltcup in Winterberg

Viessmann Rennrodel-Weltcup
© by Sporfoto-Sale 2020 (JB)
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Die Russen Denisev/Antonov feiern einen souveränen Sieg im Doppelsitzer

Winterberg. (Bü) Die Sprint-Weltmeister und Europameister Aleksandr Denisev/Vladislav Antonov feierten beim VIESSMANN Rennrodel-Weltcup in Winterberg einen souveränen Sieg in der Doppelsitzer-Konkurrenz.

Nach 1:33,622 Minuten gewannen die Russen in der VELTINS-EisArena vor Oskars Gudramovics/Peteris Kalnins (Lettland/+ 0,608 Sekunden) und Wojciech Chmielewski/Jakub Kowalewski (Polen/+ 0,763).

Diese Reihenfolge gab es schon zur Halbzeit des Rennens im Dauerregen. Auf einen starken vierten Platz fuhren Jinyong Park/Jung Myung Cho (+ 0,820). Es war das bisher beste Ergebnis für Südkorea im Rodel-Weltcup überhaupt. Hinter den Erwartungen zurück blieben die drei italienischen Doppel Emanuel Rieder/Simon Kainzwaldner (+ 0,908), Ludwig Rieder/Patrick Rastner (1,024) und Ivan Nagler/Fabian Malleier (+ 1,798) auf den Rängen sechs, acht und elf. Die hoch eingeschätzten Brüder Andris Sics/Juris Sics (Lettland/+ 1,190) hatten im ersten Lauf schon einen Vorsprung von zwei Zehntelsekunden herausgeholt, ehe ihnen im unteren Bahnabschnitt ein kapitaler Fehler unterlief. Dadurch wurden die Routiniers von Position eins auf elf durchgereicht. Auch mit der zweitbesten Zeit des zweiten Durchgangs konnten sie sich im Endklassement nur noch um zwei Plätze nach vorne schieben.

Weil der Bahnzustand ihres Erachtens Anlass zu Sicherheitsbedenken gab, verzichteten die drei deutschen Doppel Toni Eggert/Sascha Benecken (Ilsenburg/Suhl), Tobias Wendl/Tobias Art (Berchtesgaden/Königssee) sowie Robin Geueke/David Gamm vom heimischen BSC Winterberg, aber auch die Österreicher und Amerikaner auf einen Start. Trotzdem werden die lediglich durch zehn Punkte getrennten Eggert/Benecken und Wendl/Arlt am nächsten Wochenende am Königssee den Erfolg im Gesamt-Weltcup unter sich ausmachen.

Zum Abschluss gewinnt Russland die Team-Staffel vor Italien und Lettland

Winterberg. (Bü) Die russischen Rennrodler haben zum Abschluss des Weltcup-Wochenendes in Winterberg die VIESSMANN Teamstaffel presented by BMW gewonnen. Tatyana Ivanova, Semen Pavlichenko und Aleksandr Denisev/Vladislav Antonov siegten in 2:36,848 Minuten vor Italien (+ 0,494 Sekunden) für das Sandra Robatscher, Dominik Fischnaller und Emanuel Rieder/Simon Kainzwaldner an den Start gingen. Auf den BronzePlatz fuhr im Dauerregen Lettland (+ 0,599), vertreten durch Eliza Cauce, Kristers Aparjods und Oskars Gudramovics/Peteris Kalnins. Als letzte der sechs Staffeln war in der VELTINS-EisArena Italien an der Reihe. Robatscher blieb zwar überraschend unter der Zeit von Ivanova, aber Fischnaller und Rieder/Kainzwaldner konnten diese Führung nicht verteidigen.

Das Rennen wurde wegen des angekündigten Sturms um eine Stunde vorverlegt. Die Teilnahme der deutschen Teamstaffel war geplatzt, weil alle drei Doppel Toni Eggert/Sascha Benecken (Ilsenburg/Suhl), Tobias Wendl/Tobias Arlt (Berchtesgaden/Königssee) sowie Robin Geueke/David Gamm vom heimischen BSC Winterberg auf einen Start verzichteten. Auch die Österreicher und Amerikaner traten nicht an, da der Bahnzustand ihres Erachtens Anlass zu Sicherheitsbedenken gab. Dadurch verlor Deutschland seine Führung im Gesamt-Weltcup an Italien und rutschte hinter Russland und Lettland auf Rang vier ab. Die Chance auf den Sieg in der Saisonwertung ist vor dem Finale am Königssee nur noch sehr theoretischer Natur.

Dominik Fischnaller: „Wir haben das Beste aus der Situation gemacht. Jetzt wollen wir auch am nächsten Wochenende am Königssee vorne bleiben und den Gesamt-Weltcup holen. Auftrieb und Motivation gibt uns, dass wir im Hinblick auf die Olympischen Winterspiele 2026 bald wieder eine Bahn im eigenen Land haben.“

sportstimme

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