Hagen. (PM Phoenix) Kein Tippfehler, keine Zeitreise: Was eigentlich für den 9. November angesetzt war, wird nun am Mittwoch, 2. Dezember, über die Bühne... Phoenix vor der lang ersehnten Heim-Premiere

Phoenix Headcoach Chris Harris – © Sportfoto-Sale (MK)

Hagen. (PM Phoenix) Kein Tippfehler, keine Zeitreise: Was eigentlich für den 9. November angesetzt war, wird nun am Mittwoch, 2. Dezember, über die Bühne gehen: Die ProA-Basketballer von Phoenix Hagen empfangen um 19.30 Uhr die Römerstrom Gladiators Trier.

Endlich, denn: Seit dem 6. März durften die Feuervögel kein Ligaspiel in der heimischen Krollmann Arena mehr bestreiten. Gegner beim letzten Heimspiel der Saison 2019/20: Trier – und da, wo die Feuervögel damals aufhörten, wollen sie jetzt weitermachen. Schließlich gewannen sie das Spiel vor begeisterten Phoenix-Fans mit 92:81.

Und auch wenn Corona die Unterstützung der Fans vor Ort verhindert, freut sich das Team von Headcoach Chris Harris ungemein auf diese Saisonpremiere in eigener Halle.

Dass die Vorbereitung auf dieses Spiel alles andere als einfach war, steht außer Frage. Vier der zurückliegenden sechs Wochen waren geprägt von Quarantäne-Phasen. Gemeinsames Training auf dem Parkett war erstmals wieder in der Vorwoche möglich, sodass auch das ursprünglich für den 28. November angesetzte Spiel gegen die Uni Baskets Paderborn aus medizinischen Gründen abgesagt wurde. „Das Risiko, sich nach so einer langen Pause zu verletzten, war einfach zu groß“, ist Coach Chris Harris froh, dass seinem Team diese Belastung nach einhelliger Forderung zahlreicher Mediziner erspart wurde. Hintergrund der Absage war der zu berücksichtigende Leitfaden „Returnto- Sport“, der zahlreiche sportmedizinische Untersuchungen vorgibt. Diese sind nahezu identisch mit denen zum Trainingsauftakt.

Und auch vor dem Spiel gegen Trier standen und stehen noch einige medizinische Tests an, um mit möglichst geringem Risiko den Neustart angehen zu können. „Natürlich merkte man den Jungs die lange Pause Anfang der vergangenen Woche an, aber einige Tage später sah das alles schon sehr viel besser, sehr viel dynamischer aus“, so Harris, der aber um ein hochmotiviertes Team weiß. „Das Team ist heiß darauf, den Fans endlich wieder schönen Basketball zeigen zu können“, sagt der Headcoach, der für die Heimspiel-Premiere mit dem kompletten Kader planen kann.

Der Gegner
Die Gladiators mussten sich vor der Saison (fast) komplett neu aufstellen. Coach Marco van Berg, der bereits von 2015 bis 2018 an der Seitenlinie der Trierer stand, musste allein acht Neuverpflichtungen integrieren. Und das scheint gelungen zu sein: Von ihren bisher drei Spielen gewannen die Gladiators zwei (Artland Dragons, Kirchheim Knights), das Spiel gegen Ehingen ging nur denkbar knapp mit 83:86 verloren.

Aus Hagener Sicht besonders hervorzuheben: Zu den Neuzugängen der Trierer gehört mit Jonas Grof ein alter Bekannter: Der Hagener stand in der Vorsaison noch für Phoenix auf dem Feld und soll als Point Guard die Zügel bei den Gladiators in der Hand halten. Für einen Tausch, der aufhorchen ließ, sorgten die Gladiators gemeinsam mit den Rostock Seawolves, von denen Big Man Kalidou Diouf kam. Dafür verließ Till Gloger die Trierer in Richtung Ostsee. Unverwüstliche Konstanten im Spiel der Gäste sind außerdem weiterhin Jermaine Bucknor und Chase Adams, die den routinierten Kern der Gladiators bilden. Zuletzt bewies der 31-jährige Adams gegen Kirchheim, dass er für Trier weiter ungemein wichtig ist: Beim 97:82-Sieg steuerte der Guard 22 Punkte bei.

Phoenix-Headcoach Chris Harris: „Die Gladiators sind eine tief besetzte Mannschaft, die enorm robust spielt. Sie sind stark am Brett, sicher von der Freiwurflinie. Auch, wenn Trier ebenfalls schon von Covid-19 betroffen war, wird das zweifellos eine schwere Partie für uns, da die Gladiators länger im Training sind und seit ihrer Pause schon zwei Spiele absolvieren konnten. Der Spielrhythmus kann bei uns natürlich noch nicht so da sein, wie er sollte. Am Ende wollen wir aber mit dem Wissen aus der Halle gehen, alles gegeben zu haben, um die Dinge umzusetzen, die wir uns vorgenommen haben.“

Für Extra-Motivation sorgen trotz Geisterspiels die Phoenix-Fans: Viele von ihnen haben sich an der Aktion „Sei ein Teil unserer Bande“ beteiligt, bei der sie über die Werbebande zumindest per Foto in der Krollmann Arena dabei sein und ihr Team unterstützen werden. Denn auch das Heimspiel gegen Trier muss aufgrund der aktuellen Corona-Schutzverordnung ohne Zuschauer stattfinden.

Sportdeutschland.TV überträgt die Partie aber am Mittwoch, 2. Dezember, ab 19.30 Uhr live:
https://sportdeutschland.tv/basketball/proa-phoenix-hagen-roemerstrom-gladiators-trier

Kader Phoenix Hagen vs. Römerstrom Gladiators Trier: Jermaine Bishop, Cameron Delaney, Kyron Cartwright, Paul Giese, Emil Loch, Zach Haney, Daniel Zdravevski, Jannik Lodders, Dominik Spohr, Joel Aminu, Javon Baumann

sportstimme

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