Weltcup und Europameisterschaft in der VELTINS-EisArena endet mit erstem Viererbob-Wettbewerb des Winters / Francesco Friedrich wieder eine Klasse für sich Winterberg. (pst) Es waren... Bob & Skeleton Weltcup in Winterberg: Gelungene Saison-Premiere für die Königsdisziplin – Heimerfolg für Laura Nolte

Weltcup und Europameisterschaft in der VELTINS-EisArena endet mit erstem Viererbob-Wettbewerb des Winters / Francesco Friedrich wieder eine Klasse für sich

BMW IBSF Bob und Skeleton Weltcup – © Sportfoto-Sale (JB)

Winterberg. (pst) Es waren Friedrich-Festspiele in der VELTINS-EisArena. Der Bobpilot des BSC Sachsen Oberbärenburg beeindruckte mit Dominanz.

Nach dem Erfolg im Zweierbob am Samstag zeigte der Ausnahmesportler auch in der Königsdisziplin in der Eisbahn dem Viererbob eine Topleistung. Mit deutlichem Vorsprung gewann er das erste Weltcuprennen im Viererbob des Winters und gleichzeitig seinen ersten Europameistertitel in dieser Disziplin. Friedrich und seine Anschieber Thorsten Margis, Candy Bauer und Alexander Schuller krönten ihre Leistung mit dem Startrekord im zweiten Durchgang. Mit 4,96 Sekunden waren sie schneller als der Lette Oskars Melbardis 2014. “Der Startrekord ist sensationell”, freute sich Friedrich, der zudem das Eis lobte: “Es war sehr gut.”

Internationale Konkurrenz lässt aufhorchen

Hinter Friedrich landete Justin Kripps aus Canada. Kripps erreichte in beiden Rennen die zweitbeste Laufzeit und holte sich folgerichtig Platz zwei im Weltcuprennen. Dritter dort wurde der Österreicher Benjamin Maier, der bereits Samstag auf Platz drei im Zweier landete. Dieser dritte Rang bedeutete die Silbermedaille in der Europameisterschaftswertung. Über europäische Bronze jubelte der russische Viererbob von Rostislav Gaitiukevich. Die internationale Konkurrenz ließ die anderen beiden BSD-Bobs von Johannes Lochner und Christoph Hafer hinter sich, die im Weltcup auf Rang fünf und sechs landeten.

Gleich ein Fehler nach ersten Start von Johannes Lochner

Eine Bandenberührung gleich nach dem ersten Start sorgte dafür, dass Johannes Lochner seinen Europameistertitel nicht verteidigte. Der Bayer meinte: “Das darf nicht passieren. Als Pilot weißt du, wenn du da oben einschlägst, dass du eigentlich aussteigen kannst.” Besonders die Startzeiten ärgerten Lochner, der erstmals in diesem Winter auf den Anschieber des BSC Winterberg Christopher Weber setzte.

„Wir sehen, dass die Konkurrenz im Viererbob sehr stark ist. Der Startrekord von Francesco und seinem Team ist überragend. Aber wir sehen auch, dass wir hinsichtlich der WM und Olympia noch einiges an Arbeit haben”, sagte Bundestrainer René Spies. Von Seiten des Veranstalters war man zufrieden, auch wenn die Zuschauer vermisst wurden. “Es war rundum gelungen. Die Mitarbeiter und ehrenamtlichen Helfer des BSC Winterberg haben gute Arbeit geleistet. Es ist beste Werbung für den Kufensport und Winterberg gewesen”, zog Stephan Pieper als Geschäftsführer der Sportzentrum Winterberg Hochsauerland GmbH ein zufriedenes Fazit. Die Saison endet am 29. Januar aufgrund der Corona-Pandemie und den damit verbundenen Ausfällen von Trainingsläufen und Veranstaltungen früh.

Alle Ergebnisse gibt des Tages gibt es auf der IBSF-Seite: ibsf.org
Die gesamten Rennen im IBSF-TV sind hier zu finden: https://www.ibsf.org/en/ibsf-tv

Fotostrecke zu den Bob Wettbewerben

IBSF Bob & Skeleton Weltcup Winterberg (10.01.2021)
BMW IBSF Bob und Skeleton Weltcup
© by Sporfoto-Sale 2021 (Jan Brueggemann)
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Heimerfolg für Laura Nolte

Pilotin des BSC Winterberg gewinnt zeitgleich Weltcup und Europameisterschaft in der VELTINS-EisArena / Francesco Friedrich wird seiner Favoritenrolle gerecht und holt 45. Weltcupsieg bei deutschem Doppelerfolg

Winterberg. (pst) Ein deutscher Dreifach-Triumph mit österreichischem, rot-weißen Farbtupfer läutete den ersten Bobtag beim BMW IBSF Bob- und Skeleton Weltcup in der VELTINS-EisArena ein.

“Das ist für uns natürlich ein überragendes Ergebnis beim Weltcup und der Europameisterschaft, obwohl die Amerikanerinnen zurückgekommen sind”, sagte ein zufriedener Bundestrainer René Spies über das Ergebnis beim Damenbob. Im Zweierbob der Herren dominierte der Favorit Francesco Friedrich, der sich im neunten Rennen des Winters den achten Erfolg sicherte.

Ihre momentane Topform unterstrich in Winterberg Laura Nolte auf ihrer Heimbahn. Am Ende holte die Athletin des BSC Winterberg mit Anschieberin Deborah Levy in einer Zeit von 1:53,39 Minute und deutlichem Vorsprung von 42 hundertstel Sekunden ihren dritten Weltcupsieg des Winters und gleichzeitig die Europameisterschaft. Zweite wurde die Weltcupführende Kim Kalicki mit Bremserin Ann-Christin Strack. Den dritten Platz teilte sich das dritte deutsche Duo Mariama Jamanka/Leonie Fiebig mit den Österreicherinnen Katrin Beierl/Jennifer Onasanya. “Die Freude ist riesig. Schade, dass Familie und Freunde nicht dabei sein konnten. Sehr zufrieden sind wir mit den Startzeiten”, meinte Laura Nolte.

Geteilter Platz drei im Damenbob

Für Nolte könnte der Gewinn der europäischen Goldmedaille der Auftakt eines goldenen Winters sein. Nach dem Weltcup in St. Moritz soll sie im Anschluss in der Schweiz auch mit dem Sieg bei der Junioren-Weltmeisterschaft den vierten Startplatz für die WM in Altenberg sichern. Auch dort gehört sie zu den Favoritinnen, wie alle deutschen Pilotinnen, die bislang bei ihren Auftritten im Weltcup allesamt überzeugten. Besonders zufrieden waren die beiden Drittplatzierten. Mariama Jamanka erklärte warum: “Wir sind gut befreundet und Katrin Beierl meinte vor dem zweiten Lauf, dann machen wir das zeitgleich und dann war es wirklich so. Das war ganz witzig.”

Francesco Friedrich wird souveräner Europameister im Zweierbob

Eine eindeutige Angelegenheit war die Entscheidung bei den Männern im Zweierbob. Francesco Friedrich ließ mit seinem Anschieber Thorsten Margis nichts anbrennen. In beiden Läufen verpassten sie ihren eigenen Bahnrekord (55,02 Sekunden) jeweils nur um wenige Hundertstel. Die Zeiten von 55,05 und 55,03 Sekunden brachten am Ende einen Vorsprung von 67 Hundertstel vor ihren Teamkollegen Johannes Lochner und Eric Franke. “Doppelsieg für unsere Mannschaft, Christoph Hafer und Kevin Korona waren am Start zu weit weg, um vorne eingreifen zu können. Insgesamt bin ich sehr zufrieden mit der Leistung unserer Mannschaft am heutigen Tag”, sagte Bundestrainer Spies. Hafer/Korona wurde Achte. Während mit Friedrich und Lochner die erwarteten Bobs auf die Plätze eins und zwei kamen, sorgten die Österreicher Benjamin Maier und Markus Sammer als Dritte für die positive Überraschung des Tages. “Wir können es nicht fassen. Im Training haben wir uns eigentlich auf den Vierer konzentriert und die Medaille haben wir nicht erwartet”, erklärte Maier. Sehr zufrieden war er mit dem Zustand und Profil des Eises in der Bahn: “So macht das Fahren Spaß!”

Bester Nordamerikaner, die Corona bedingt erst in Winterberg in den Weltcup einstiegen, war der Kanadier Justin Kripps als Fünfter hinter dem Schweizer Michael Vogt.

Fotostrecke zu den Skeleton Wettbewerben

IBSF Bob & Skeleton Weltcup in Winterberg
BMW IBSF Bob & Skeleton Weltcup
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