Hagen. (PM Phoenix) Da wäre mehr drin gewesen: Im Duell der Tabellennachbarn hatte Phoenix Hagen am Sonntagabend in Tübingen das Nachsehen. Eine Niederlage der... Defensiv zu löchrig: Phoenix verliert in Tübingen

Szene aus dem Spiel gegen Rostock – © Sportfoto-Sale (JB)

Hagen. (PM Phoenix) Da wäre mehr drin gewesen: Im Duell der Tabellennachbarn hatte Phoenix Hagen am Sonntagabend in Tübingen das Nachsehen. Eine Niederlage der Kategorie „unnötig“ – denn als die Gäste ihre Stärken ausspielten, war deutlich zu sehen, wozu sie in der Lage sind. Allein: Ohne ordentliche Defense hat noch keine Mannschaft ein Spiel gewonnen. Und das gelang auch Hagen an diesem Abend nicht.

Dabei hatte alles vielversprechend angefangen. Mit geduldiger Offense und guter Kommunikation in der Defense gelang den Feuervögeln, die weiter ohne den erkrankten Dominik Spohr sowie die Youngsters Emil Loch (Abi-Stress) und Jordan Iloanya (U16-Nationalmannschaft) angereist waren, der bessere Start ins Spiel. Und schon früh zeigte sich, dass auf den Distanzwurf an diesem Tag Verlass war. Jermaine Bishops und Kyron Cartwrights Dreier sorgten für die 10:3-Führung nach zwei Minuten. Die Auszeit der Gastgeber fruchtete allerdings: Die Tigers kamen wieder heran und profitieren immer wieder von unnötigen Ballverlusten der Hagener, die aber zum Glück Zielwasser getrunken hatten. Sechs von acht Dreiern landeten im Korb, sodass die 30:20-Führung nach dem ersten Viertel durchaus verdient war.

Doch der Trend sollte selbst nach der zwischenzeitlichen 14-Punkte-Führung (40:26, 14.) nicht anhalten. Gianni Otto lief auf Tübinger Seite heiß und versenkte einen Dreier nach dem anderen – auch, weil er zu oft frei zum Wurf kam. Dazu erlaubten sich die Gäste immer häufiger Rebound- Aussetzer, sodass die Gastgeber zu zweiten Chancen kamen, die sie eiskalt ausnutzten. Joel Aminus (am Ende 17 Punkte) lockeres Händchen hielt die Tübinger zwar noch auf Distanz, aber schon hier wurde deutlich, dass das Spiel alles andere als entschieden war.

Zumal jetzt die Stunde von Tübingens Elias Valtonen schlug, der mit 24 Punkten nicht nur Topscorer des Abends war, sondern auch noch mit vier Blocks und acht Rebounds (vier davon am offensiven Brett) glänzte. Ebenfalls eine Bank: Enosch Wolf, der mit Valtonen den Hagener Scoring-Garanten Marcel Keßen aus dem Spiel nahm. So kippte das Spiel zusehends und die Gastgeber gingen in der 24. Minute durch Timo Lanmüller erstmals in Führung (60:59). Schon jetzt hatten die Tigers neun Offensive-Rebounds auf dem Konto stehen.

Zum Glück überzeugte auf der anderen Seite vor allem Jannik Lodders – und zwar nicht nur von der Dreierlinie: Der Hagener Forward versenkte einen Distanzwurf nach dem anderen (71 Prozent) und blieb auch aus dem 2er-Bereich fehlerfrei (3 von 3). Dazu überzeugte er als Vorlagengeber (6) und Rebounder (6). Allein: Sein Endspurt sollte nicht reichen, um die Tübinger aufzuhalten.

Beim 89:89 (36.) hätten die Feuervögel alle Zeit der Welt gehabt, ließen sich von der engen Defense der Tübinger aber irritieren. Zwei Fehlpässe in Folge leiteten eine 7:0-Serie der Tigers ein, die aber immer noch nicht für die Vorentscheidung sorgte. Denn Paul Gieses 3er zum 95:96 aus Hagener Sicht 1:36 Minuten vor Schluss ließ wieder Hoffnung aufkeimen, die Elias Valtonens Monsterblock gegen Karrington Ward aber zunichtemachte. Stattdessen traf Troy Simmons mit seinem Dreier 20 Sekunden vor Schluss (100:95) die Feuervögel mitten ins Herz.

Jetzt heißt es für die Hagener: Aufstehen und Mund abputzen! Schon am kommenden Mittwoch, 10. März (19 Uhr), hat Phoenix die Gelegenheit zur Revanche in eigener Halle.

Phoenix-Headcoach Chris Harris: „Wir haben uns heute selbst aus dem Spiel genommen. Für mich waren die Unkonzentriertheiten, die am Ende zu den Ballverlusten führten, und die unnötigen Fouls nur zwei von ganz vielen Faktoren, die heute entscheidend waren. Uns fehlte auch der Fokus in der Defensive und die nötige Energie. Wir müssen das Spiel jetzt als erste Halbzeit gegen Tübingen betrachten und abhaken. Am Mittwoch steht die zweite Halbzeit an. Bis dahin müssen wir an einigen Stellschrauben drehen, aber auch die nötige Kraft sammeln, um am Ende als Sieger im direkten Vergleich hervorzugehen.“

Scoring Phoenix Hagen: Bishop (7), Cartwright (12), Giese (9), Keßen (10), Zdravevski (5), Lodders (21), Aminu (17), Ward (13), Baumann (1)

sportstimme

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