Hagen. (PM Phoenix) Zwei Tage nach der 70:73-Heimniederlage gegen die Tigers Tübingen ist Phoenix Hagen bereits auf dem Weg nach Jena. Dort ist am... Doppelspieltag Part 2: Phoenix zu Gast in Jena

Phoenix Coach Chris Harris – © Sportfoto-Sale (MK)

Hagen. (PM Phoenix) Zwei Tage nach der 70:73-Heimniederlage gegen die Tigers Tübingen ist Phoenix Hagen bereits auf dem Weg nach Jena. Dort ist am Sonntag, 3.11.2019, um 16:45 Uhr Sprungball gegen BBL-Absteiger Science City Jena.

Unterwegs in den Osten den Osten der Republik sind 8 Phoenix-Spieler. Jannik Lodders und Niklas Geske sind aufgrund ihrer Fußverletzungen in Hagen geblieben. Mit einem noch angeschlagenen Joel Aminu im Gepäck ist die Personallage angespannt und mit Jena steht ein harter Brocken auf der Agenda. „Joel kam Mittwoch kaum aus dem Bett. Dass er gegen Tübingen überhaupt 30 Minuten spielen konnte, war ein Wunder. Es geht ihm jetzt etwas besser, aber topfit ist er noch nicht. Der Heilungsprozess bei Javon geht gut voran und auch Niklas und Jannik machen Fortschritte. Trotz der dünnen Personaldecke war es keine Option, Doppellizenzler mit nach Jena zu nehmen. Emil ist auch erkältet und wird wenn überhaupt für Haspe oder in der NBBL auflaufen. Daniel zehrt zudem an einer Handverletzung“, erklärt Harris den Krankenstand.

Das Team von Headcoach Frank Menz hat in der aktuellen BARMER 2. Basketball Bundesliga Pro A erst zwei Mal gepatzt: Die letzten beiden Heimspiele gingen an Spitzenreiter Bremerhaven (80:100) und Heidelberg (68:88). Topscorer und bester Rebounder der Gegner ist Power Forward Julius Wolf, der im Schnitt für gut 14 Punkte sorgt und 6,4 Rebounds holt. „Julius spielt eine ganz starke Saison bislang und trifft aus jeglichen Lagen“, weiß Harris. Hinter ihm reiht sich der ehemalige Feuervogel Alex Herrera als zweitbester Rebounder ein. Mit 4,4 Rebounds und 9 Punkten pro Spiel agiert er aktuell noch etwas unter den Werten bei Phoenix, wo er in der letzten Saison durchschnittlich auf 13,1 Punkte und 8,1 Rebounds kam. Das Phoenix-Team und die Coaches freuen sich natürlich sehr auf das Wiedersehen mit ihm: „Wir freuen uns sehr Alex zu sehen, die Vergangenheit schweißt einfach zusammen.“

Phoenix Hagen Headcoach Chris Harris: „Wir haben uns in den letzten zwei Tagen intensiv mit Jena beschäftigt und natürlich viel Zeit beim Arzt und Physio verbracht. Wir haben uns darauf vorbereitet, auch mit kleiner Rotation möglichst gut zu funktionieren und mit Jena standhalten zu können. Jena funktioniert sehr gut als Team, ist physisch und sehr taff. Der Kern, der aus BBL-Zeiten geblieben ist, ist einfach stark. Coach Menz kennen wir alle noch von der Nationalmannschaft, er ist feurig und für seine aggressive Verteidigung bekannt.“

70:73-Niederlage gegen Tübingen baut Heimpleiten-Serie aus

Phoenix Hagen unterliegt den Tigers Tübingen am 8. Spieltag der Barmer 2. Basketball-Bundesliga ProA 70:73 (36:30). Über weite Strecken des Spiels hatten Zuschauer und Mannschaft Hoffnung auf den ersten Sieg des Jahres 2019 in der Krollmann Arena. Letztlich steckte man aber eine weitere Heimniederlage ein.

Phoenix startete an diesem Abend in folgender Aufstellung: Niklas Geske, Joel Aminu, Jonas Grof, Dominik Spohr und Adam Pechacek. Der zuletzt angeschlagene Niklas Geske sorgte mit einem schnellen Dreier für die erste Phoenix-Führung zum 3:0. Für Tübingen war Center-Routinier Philipp Neumann der Mann der ersten Minuten: Während das Wurfglück die Feuervögel verließ, brachte er die Tübinger zum 5:6 und seinem dritten Korb erstmals in Führung (6:30 Min.). Nachdem Chris Harris sein erstes Timeout zog, kam Baumann für Pechacek. Trotz frisch operierter Nase und Maske setzte er sich gleich unter dem Korb durch. Den Abschluss fanden die Feuervögel nun aber über lange Strecken nicht, erst kurz vor Viertelende sorgte Joel Aminu für den 14:16-Viertelstand.
Die ersten Minuten des zweiten Viertels verliefen schleppend für Phoenix Hagen. Nach drei Minuten und bei einem 17:21-Rückstand verletzte sich Niklas Geske am Fuß und musste das Feld verlassen. Das nahmen seine Teamkollegen Leufroy und Gilmore zum Anlass, gleich zwei Dreier nacheinander zu versenken und die Führung zurückzuerobern – Timeout Tigers. Doch die Hagener ließen sich nicht aus dem Rhythmus bringen. Defensiv lieferten sie nun stark ab und auch Kapitän Spohr steuerte zum 31:27 und 34:27 seine ersten Punkte des Abends bei. Bis zur Halbzeit konnten die Feuervögel so die Führung halten und man ging mit einem 36:30-Vorsprung in die Pause.

Nach dem Seitenwechsel kam die Gewissheit, dass man an diesem Abend ohne Niklas Geske auskommen musste. Vermutlich erlitt er eine Außenbandverletzung. Die übrigen Phoenix-Spieler zeigten aber nun umso mehr, was in ihnen steckt. Nach knapp drei Minuten war die Führung zum ersten Mal zweistellig (42:32) und vor stehender Kulisse stopfte Jonas Grof auch noch zum 44:32 und zwang Tigers-Coach Douglas Spradley zur Unterbrechung. Tübingen fand den Weg durch die Hagener Defense danach wieder besser, nach einem Günther-Dreier zum 49:38 zeigten sich die Tiger aus der Distanz treffsicher und machten Boden gut. Doch Phoenix Hagen hielt in diesem dritten Viertel stand und so ging es mit einer 57:51-Führung ins Schlussviertel.

Während Javon Baumann sein 4. Foul kassierte und Phoenix langsam in Personalengpässe kam, konnte Tübingens Topscorer Tanner Graham mit der 24-Sekunde-Sirene auf 57:54 verkürzen und ausgerechnet Ex-Feuervogel Kris Davis glich nach 2:30 Minuten zum 57:57 aus. Die Führung holte sich Kyle Leufroy zwar zügig zurück, es folgten mehrere Führungswechsel und wieder war es gut zwei Minuten vor Schluss Kris Davis, der die Tigers zum 63:65 nach vorn brachte. Adam Pechacek glich das Spiel noch einmal an der Freiwurflinie aus, der vierte Davis-Dreier zum 65:68, 48 Sekunden vor Schluss, war dann aber vorentscheidend. Adam Pechacek legte noch zweimal für Phoenix nach, Roland Nyama gab sich aber treffsicher an der Freiwurflinie und so stand letztlich die 70:73-Heimniederlage auf dem Block.

Phoenix Hagen Headcoach Chris Harris: „Das war heute ein Defensiv-Kampf, den wir hier wohl schon lange nicht mehr gesehen haben. Wir sind gut ins Spiel reingekommen und konnten auch einiges umsetzen, was wir uns vorgenommen hatten. Teilweise sind die Würfe nicht gefallen, im Spielverlauf wurden die Beine schwer. Da haben unsere Ausfälle und heute natürlich weh getan. Javon wollte unbedingt spielen und er hat uns mit seiner Motivation und seiner Leistung viel Energie gegeben. Es war ein verdammt schweres Spiel und eine sehr schwere Niederlage.“

Phoenix Hagen: Gilmore (3), Leufroy (15), Günther (3), Geske (3), Aminu (7), Spohr (9), Grof (5), Pechacek (20), Baumann (5).
Tigers Tübingen: Smith Jr. (5), Strings, Baldwin (8), Bekteshi (5), Wolf (2), Davis (14), Graham (16), Neumann (12), Nyama (11), Stammberger.

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Was kann Phoenix Hagen in der nächsten Pro-A Saison schaffen?

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