Iserlohn. (MK) Hut ab Iserlohn Roosters! In einer über weite Strecken durch viele kleine Strafen sehr zerfahrenen Partie, führten die Gäste aus Wolfsburg nach... Das sagen Headcoach O´Leary, Kapitän Ankert und Doppeltorschütze Bailey zum Iserlohner Sieg gegen Wolfsburg

© Sportfoto-Sale (JB)

Iserlohn. (MK) Hut ab Iserlohn Roosters! In einer über weite Strecken durch viele kleine Strafen sehr zerfahrenen Partie, führten die Gäste aus Wolfsburg nach 50 Minuten mit 2:3. Dann aber drehten die Sauerländer fast schon unwiderstehlich auf, erzielten in knapp vier Minuten drei Tore und gewannen am Ende auch verdient mit 5:3. Zur Belohnung grüßen die Roosters nach zwei absolvierten Partien als Tabellenführer in der Nordgruppe.

Start nach Maß für Iserlohn

Die Roosters erwischten einen Start nach Maß. Schon nach 3:38 Minuten zappelte der Puck erstmals im Wolfsburger Tor. Whitney hatte auf nach einem großartigen Zuspiel von Jentzsch getroffen. Danach hatten beide Teams ausgiebig Gelegenheiten ihr Powerplay zu verbessern, allerdings blieb es trotz der insgesamt 18 ausgesprochenen Strafminuten im Anfangsdrittel bei der 1:0 Führung nach den ersten zwanzig Minuten.

Strafzeiten lassen weiterhin wenig Spielfluss zu

Reststrafen aus dem ersten Drittel überstanden die Gastgeber zunächst sogar noch für einige Sekunden in doppelter Unterzahl unbeschadet. Proskes Beinstellen gegen Bruggisser brachte die Gäste erneut in eine Überzahl. Während dieser musste Iserlohns Kapitän Torsten Ankert angeschlagen in die Kabine, um genährt zu werden. Er konnte aber im weiteren Verlauf wieder ins Spiel zurückkehren. Ansonsten blieb das Wolfsburger Powerplay bis hierher gefällig, aber keineswegs brutal druckvoll. Weiter ging es im munteren Strafen sammeln. Iserlohns Torschütze Whitney saß eine Bankstrafe ab, als ihm zwanzig Sekunden später Buschmann folgte. Gerade wieder vollzählig konnten die Grizzlys doch noch den Ausgleichstreffer von Festerling bejubeln, der einen vor dem Tor abfälschte. Iserlohns Keeper Jenike, der wie in Krefeld auch dieses Mal den Vorzug vor Schwendener erhalten hatte, damit erstmals geschlagen. Raymond (33.) hatte die erneute Iserlohner Führung auf dem Schläger, verzog aber vor Pickard im Wolfsburger Tor. In Überzahl, Grizzly Hungerecker saß auf der Strafbank (34.), scheiterten Raedeke und Bailey für die Roosters. Järvinen nahm die nächste Wolfsburger Strafe noch vor der zweiten Pause. Raymonds Solo war sehenswert, aber nicht von Erfolg gekrönt. 29 Sekunden vor der Pause kassierte Baxmann mit 2+2 Strafminuten die letzten Strafen in diesem Drittel. Die diskussionswürdige Strafenverteilung zu diesem Zeitpunkt in einer keineswegs unfairen oder übermäßig hart geführten Partie: 22-14

Roosters beantworten Wolfsburger Doppelschlag mit drei Treffern

Erneut Beobachter: Karsten Mende (links) – © Sportfoto-Sale (JB)

Während des Wolfsburger Powerplays (3:34 Minuten) verteidigten die Roosters verbissen kämpfend. Dennoch setzten die Gäste die Roosters immer wieder mit gefährlichen Schüssen unter Druck. Jenike im Iserlohner Tor war aber stets Endstation. Wieder vollzählig schlugen die Sauerländer zurück. Lautenschlager verarbeitete Baileys Zuspiel mit der Rückhand zur 2:1 Führung. Auffällig, dass die Iserlohner Bank diesen Treffer nicht nur lautstark bejubelte, sondern auch zuvor bei jedem in Unterzahl geblockten Schuss verbal für zusätzliche Motivation sorgte. Wolfsburg gelang, ähnlich wie beim 1:1 Ausgleich, mit Ablauf der nächsten Iserlohner Strafe gegen Fleischer, auch der 2:2 Ausgleich durch Pfohl. Und es kam noch besser für die Gäste. Nur 13 Sekunden später sorgte Hungerecker für die erstmalige Führung der VW-Städter. Er setzte Fausers Pass vor Keeper Jenike in die Maschen. Damit aber noch nicht genug, denn die „wilde Fahrt“ begann in diesem Spiel erst so richtig. Bailey (55.) hämmerte Raymonds Zuspiel in Überzahl zum 3:3 Ausgleich ins Tor. Die Roosters wollten in der Schlussphase definitiv mehr und schafften durch O´Connors Schuss ins kurze Eck die erneute Führung zum 4:3. Und ja, auch die Roosters können Doppelschlag! 21 Sekunden später machte Bailey nach feiner Einzelleistung zum 5:3 den Deckel drauf.

Roosters reisen am Dienstag nach Fischtown, Wolfsburg empfängt Köln

Die Roosters haben damit ihre ersten beiden Spiele in der Nordgruppe gewonnen und dürfen sich über die Tabellenführung freuen. Erstaunlich auch deshalb, weil die Gegner Krefeld und Wolfsburg schon deutlich länger auf dem Eis stehen und mehr Spiele absolvieren konnten. Schon am Dienstag (20:30 Uhr) geht es für die Waldstädter mit dem schweren Auswärtsspiel in Bremerhaven weiter. Wolfsburg erwartet nach der heutigen ersten Saisonniederlage am Dienstag auf eigenem Eis die Kölner Haie.

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